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Fußball Mönchengladbach von den eigenen Fans ausgepfiffen

Deutlich verunsichert

Archivartikel

Mönchengladbach.Günter Netzer, Jupp Heynckes und all die anderen Mönchengladbacher Legenden auf der Tribüne trauten wohl ihren Augen und Ohren kaum. Wegen der Museums-Eröffnung am Vorabend hatten sich die Stars und Helden der Vergangenheit im Borussia-Park versammelt. Und sahen dort, wo sie wenige Stunden zuvor noch von der großen Borussia-Familie geschwärmt hatten, einen deutlichen Bruch zwischen Mannschaft und Fans.

Kapitän Yann Sommer wertete das 2:2 (0:1) gegen den Europacup-Rivalen 1899 Hoffenheim wegen der besseren Ausgangsposition und den zwei aufgeholten Rückständen als „einen kleinen Sieg“. Viele Borussen-Fans sahen das augenscheinlich anders. Sie pfiffen das verunsicherte Team während der Partie und nach dem Spiel deutlich vernehmbar aus.

Und während Sommer sich Fragen zu diesem Thema verbat, ließ Nationalspieler Matthias Ginter das Ausmaß der atmosphärischen Störungen durchblicken. „Wir hatten uns kurzfristig entschlossen, doch noch kurz in die Kurve zu gehen“, sagte der Torschütze zum 1:1 (72.): „Aber dann denkt man sich: Alles muss man sich doch nicht gefallen lassen.“ Die meisten Profis brachen auf halbem Weg ab und gingen in die Kabine.

Auch Dieter Hecking wühlte das Thema nach seinem drittletzten Spiel als Gladbach-Trainer sichtlich auf. „Das sind auch Menschen, die Gefühle haben“, sagte der 54-Jährige: „Die mal im Flow sind und mal Phasen haben, in denen es nicht geht. Das muss man jungen Menschen zugestehen. Und wenn man das nicht kann, hat man ein Problem.“ Zielscheibe der Kritik war vor allem der formschwache Thorgan Hazard, der schon mit einem gellenden Pfeifkonzert begrüßt wurde. Der Belgier hatte zuletzt offen seinen Wechselwunsch geäußert. „Glauben Sie, dass dem Jungen das hilft?“, fragte Hecking: „Es hilft ihm nullkommanull.“

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