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3. Liga Bei freiwilligem Abbruch sollen Clubs Kosten tragen

DFB erhöht Druck auf Waldhof

Archivartikel

Frankfurt.Bei einem freiwilligen Abbruch der 3. Liga will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) womöglich entstehende Schadenersatzforderungen auf die Vereine umlegen. Das teilte der Verband nach der Konferenz der Präsidenten der Regional- und Landesverbände am Mittwoch mit. „In diesem Zuge erwartet die Konferenz der Präsidenten, dass etwaige, mit einem selbst gewählten Abbruch der Saison verbundene Zahlungsverpflichtungen des DFB in Bezug auf Schadenersatz und Regress von den Vereinen der 3. Liga getragen würden“, hieß es.

In welcher Höhe Schadenersatz zu erwarten ist, ließ der DFB offen. Unklar ist auch, ob die von der DFL bedingungslos zur Verfügung gestellte Hilfe von 7,5 Millionen Euro dafür verwendet werden könnte.

Zudem wurden die Befürworter eines Abbruchs aufgefordert, Lösungen für zentrale Fragen zu präsentieren. Dazu zählen die Auf- und Abstiegsregelungen sowie praktikable Vorschläge, wie die kommende Saison durchzuführen wäre. Bei einer Abstimmung unter den Drittliga-Vereinen hatte unter anderem Waldhof Mannheim für einen Abbruch der Saison gestimmt. Neben dem Tabellen-Zweiten hatten sieben weitere Mannschaften für ein vorzeitiges Saisonende votiert, zehn stimmten dagegen. Der 1. FC Kaiserslautern und der SV Meppen hatten sich zunächst enthalten.

Konzept bis 25. Mai vorlegen

„Ich habe eine neue Abstimmung beantragt. Ich sehe es nicht ein, dass der DFB die Saison auf Basis eines veralteten Meinungsbildes, aber unter neuen Rahmenbedingungen, Stichwort neutraler Spielort, fortsetzen will“, hatte Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp am Montag dieser Redaktion gesagt. Kaiserslautern signalisierte Unterstützung für die geforderte neue Abstimmung.

Klarheit soll darüber hergestellt werden, ob die 3. Liga bereit ist, im Fall eines Abbruchs Absteiger zu stellen, ab wann sie den Spielbetrieb in der neuen Saison wieder aufnehmen möchte und insbesondere, ob sie auch ohne Zuschauer zu spielen bereit ist. Ein Konzept solle bis zum Außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai vorliegen. dpa/red

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