Sport

Handball Hanning sieht Vorteil durch Olympia-Verschiebung

DHB bleibt zahlungsfähig

Hamburg.Bob Hanning sieht in der Verschiebung der Olympischen Spiele und der ausgesetzten Qualifikationsturniere keinen Nachteil für die Nationalmannschaft. „Rein inhaltlich ist es sogar ein Vorteil“, sagte der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) am Donnerstag.

Derzeit seien viele Stammspieler der Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason verletzt. Sie könnten nun die Zeit zur Genesung nutzen. Der DHB-Vize geht davon aus, dass das ursprünglich für den April in Berlin vorgesehene Qualifikationsturnier zu einem späteren Zeitpunkt mit einer unveränderten Besetzung gespielt wird. Deutschland würde mit Schweden, Slowenien und Algerien um zwei Startplätze für die Spiele in Tokio kämpfen.

Derweil steht der DHB trotz der Corona-Krise nicht vor der Zahlungsunfähigkeit. „Uns droht aktuell glücklicherweise keine Insolvenz“, sagte Vorstandschef Mark Schober. „Vor fünf Jahren hätte ich noch gesagt: Nach drei Monaten sind wir insolvent. Wir haben glücklicherweise den Verband jetzt so aufgestellt, dass wir einen Puffer haben.“ Daher sei er noch einigermaßen entspannt.

Verband erwägt Kurzarbeit

Trotzdem haben auch den DHB die Auswirkungen des Virus getroffen. Vor allem die Absage des Länderspiel-Debüts von Bundestrainer Gislason vor zwei Wochen in Magdeburg hat geschmerzt. „Da waren es etwa 300 000 Euro, die uns da flöten gegangen sind“, sagte der 47-Jährige. „Die fehlen uns, und das ist bei einem Zehn-Millionen-Euro-Umsatz schon keine gar zu kleine Zahl.“ Der Verband beschäftige sich auch deshalb aktuell mit Möglichkeiten der Kurzarbeit. dpa

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