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Football Die Schwäbisch Hall Unicorns feiern vor fast 2000 Zuschauern einen verdienten 38:19-Sieg über die Marburg Mercenaries / Einige Verletzungen als Wermutstropfen

Die Schwäbisch Hall Unicorns bleiben weiterhin ungeschlagen

Schwäbisch Hall Unicorns – Marburg Mercenaries 38:19 (7:0, 14:12, 3:7, 14:9)

Die Punkte für Hall erzielten: Jerome Manyema (6), Christian Hafels (8), Aurieus Adegbesan (12), Maurice Schüle (6) und Marco Ehrenfried (6). Zuschauer: 1935.

Aus einem erwartet schweren Heimspiel gegen die Marburg Mecernaries gingen die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im Optima-Sportpark mit 38:19 als verdienter Sieger hervor. Sie mussten dabei aber einige weitere Verletzungen verkraften.

Schon vor dem Spiel blickte das Haller Trainerteam mit Stirnfalten auf die derzeit lange Verletztenliste ihres Teams. Nach den vier Vierteln gegen Marburg wurden die Falten noch tiefer, denn Defense Back Cody Pastorino, Runningback Jerome Manyema, Offense-Liner Daniel Graf und Runningback Jannis Fiedler mussten das Spiel nach unglücklichen Aktionen vorzeitig beenden. Sie fehlten den Unicorns in einem Spiel gegen einen erwartet unbequemen Gegner.

Marburg musste erneut mit Silas Nacita auf der Quarterbackposition antreten, was ihrem Spiel aber keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: Nacita war der Dreh- und Angelpunkt in den Angriffsaktionen der Hessen. Das Allroundtalent trieb seine Mannschaft fast im Alleingang nach vorne. Gleich dreimal hielt er die Mercenaries im Spiel, indem er vierte Versuche in neue Firstdowns verwandelte. Mit Läufen sammelte er 100 der 207 Marburger Yards Raumgewinn an diesem Tag und darüber hinaus brachte er zehn Pässe erfolgreich bei seinen Mitspielern an. So war auch Nacitas Head Coach Dale Heffron nach dem Spiel voll des Lobes über ihn: „Silas ist ein ganz besonderer Athlet. Ohne ich hätten wir heute wohl 60:0 verloren.“

Silas Nacita alleine reichte den Mercenaries aber nicht zum Sieg vor fast 2000 Zuschauern in Schwäbisch Hall. Dafür war auch Halls Offense zu gut aufgelegt und ihre Defense verstand es, den Marburger Angriff trotz Nacita meist ausreichend weit von der eigenen Endzone fern zu halten. Nachdem Jerome Manyema schon Mitte des zweiten Viertels vom Platz geholfen werden musste, war Maurice Schüle auf der Runningback-Position besonders gefordert. Er sammelte 135 Yards Raumgewinn und düpierte dabei mehrfach die Marburger Defense, die Probleme damit hatte, den quirligen und nur 1,65 Meter großen Runningback schnell zu Boden zu bringen.

Die ersten Punkte für Hall erzielte Ende des ersten Viertels aber noch Jerome Manyema mit einem 12-Yard-Lauf zum 7:0 (alle PAT Christian Hafels). Marburg antwortete nur vier Minuten Später mit einem Nacita-Pass über 13 Yards auf Philip Lanieri zum 6:7. Mit einem 5-Yard-Pass von Ehrenfried auf Aurieus Adegbesan und einem 2-Yard-Lauf von Schüle sorgten die Haller in der Folge aber schnell für das 21:6.

Mit diesem Vorsprung hätte man beruhigt in die Pause gehen können, wäre den Hallern 20 Sekunden vor der Pause nicht ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Ein Missverständnis nur 20 Yards vor der eigenen Endzone sorgte für einen bereits im Ansatz misslungenen Spielzug. Dieser endete in einem von Marburgs Markus Krüger eroberten freien Ball und dessen Lauf in die Haller Endzone zum 21:12-Halbzeitstand.

Nach der Pause wurde es für die Gastgeber noch enger. Zwar verwandelte Christian Hafels ein 33-Yard-Fieldgoal zum 24:12, doch Marburg kam den Hallern per Nacita-Pass auf Hendrik Schwarz (PAT Kristof Szakacs) zum 24:19 gefährlich nahe. Es folgte ein sehr flüssiger Angriffszug der Haller, den Marco Ehrenfried zum 31:19 vollendete. Die endgültige Entscheidung leitete Niclas Merk ein, der einem Marburger Spieler den Ball entriss und Hall an der Marburger 29-Yard-Linie in Ballbesitz brachte. Marco Ehrenfried passte den Ball quer zu Nathaniel Robitaille, der den Ball auf den in der Endzone lauernden Adegobesan zum 38:19-Endstand weiter passte.

Halls Head Coach Jordan Neuman sagte nach dem Spiel: „Wir haben nach und nach immer besser ins Spiel gefunden. Ich bin stolz auf mein Team, das bis zum Schluss hart gearbeitete hat und auch die vielen Verletzungen wegstecken konnte.“

Die nächste Partie bestreiten die Unicorns am 5. August beim Spitzenspiel in Frankfurt. axst