Sport

Radsport Norweger gewinnt erneut „Eschborn-Frankfurt“

Dominator Kristoff

Archivartikel

Frankfurt.Als sich Alexander Kristoff mit einem unwiderstehlichen Sprint zum Rekordsieger des Radklassikers „Eschborn-Frankfurt“ kürte, waren die deutschen Profis nur chancenlose Statisten. Der Norweger feierte seinen vierten Triumph in Serie und machte damit die Hoffnungen der Gastgeber auf den ersten Erfolg seit 2011 zunichte. „Ich bin überglücklich, heute Geschichte geschrieben zu haben“, sagte Kristoff. „Es war ein großartiges Gefühl, als Erster über die Ziellinie zu rollen.“

Bester deutscher Fahrer war auf Rang 18 Emanuel Buchmann, der bis drei Kilometer vor Schluss noch einer vierköpfigen Ausreißergruppe angehörte. „Wir hatten leider nicht genügend Vorsprung. Zehn Sekunden mehr, dann hätte es vielleicht gereicht“, sagte der Gesamt-15. der vorjährigen Tour de France aus dem deutschen Team Bora Hansgrohe. „In der Spitzengruppe ist nicht jeder mit Vollgas gefahren.“

Im Sprint hatte Kristoff erneut die schnellsten Beine und verwies nach 212,5 Kilometern den Australier Michael Matthews und Oliver Naesen aus Belgien auf die Plätze. „Ich habe mich gar nicht so gut gefühlt, war ziemlich schlapp. Aber meine Rivalen haben die falschen Entscheidungen getroffen“, sagte Kristoff. Nach seinen Erfolgen 2014, 2016 und 2017 – 2015 fiel das Rennen wegen Terrorgefahr aus – ist der 30-Jährige vom Team Emirates nun Rekordsieger am Main.

In Abwesenheit des verletzten Lokalmatadors John Degenkolb sowie von Zeitfahr-Spezialist Tony Martin und Sprint-Ass André Greipel gingen nur elf deutsche Radprofis an den Start. Großer Hoffnungsträger war Rick Zabel, doch der Vorjahreszweite war letztlich chancenlos. Beim dritten Anstieg zum Mammolshainer Berg mit einer Steigung von 23 Prozent musste der Sohn des Dreifachsiegers Erik Zabel die Spitze ziehen lassen.