Sport

Ski alpin 26-Jähriger feiert zweiten Abfahrtssieg in Folge

Dreßen schreibt Geschichte

Saalbach-Hinterglemm.Knapp zwei Wochen nach dem Abfahrtssieg in Garmisch-Partenkirchen jubelte Thomas Dreßen ein wenig ungläubig über den nächsten Erfolg in einer Art alten Heimat. Fünf Jahre nach seiner Weltcup-Premiere in Saalbach-Hinterglemm, nicht weit entfernt von dem Ort Saalfelden, in dem er jahrelang das Ski-Gymnasium besucht hatte, gewann der 26 Jahre alte Skirennfahrer auch den Wettkampf in Österreich und schrieb damit deutsche Ski-Geschichte. Zwei Abfahrten in Serie hat im Weltcup kein Deutscher jemals gewonnen. Mit seinen nun fünf Abfahrtssiegen ist Dreßen ohnehin schon Rekordhalter. Dabei hatte ihn ein Fehler fast von der Piste geworfen.

„Meine Reaktion im Ziel hat es gezeigt: Ganz damit gerechnet habe ich nicht mehr“, sagte er. „An der Mittelstation vorbei habe ich gedacht: Jetzt fängt das Rennen neu an. Mach das, was du mit den Trainern besprochen hast.“ 0,07 Sekunden trennten ihn am Donnerstag von Beat Feuz, der zwar eine Gruppe von vier Schweizern anführte, aber sich Dreßen geschlagen geben musste. Mal wieder. Dreßen habe „auch keine perfekte Fahrt gehabt, aber den Speed am besten mitgenommen. Vom Instinkt ist er einer der Topleute“, sagte Feuz anerkennend.

Entscheidung vertagt

In der Gesamtwertung hat Feuz zwar noch 194 Punkte Vorsprung auf seinen Verfolger aus Deutschland. Aber Dreßen konnte die Entscheidung um die kleine Kristallkugel für den besten Abfahrer des Winters zumindest verschieben. Und er wird probieren, seine neue Lockerheit auch in die verbleibenden beiden Abfahrten von Kvitfjell und Cortina d’Ampezzo mitzunehmen.

Andreas Sander belegte Rang 13. Auch Josef Ferstl (23.), Romed Baumann (25.) und Dominik Schwaiger (28.) holten Weltcup-Punkte. 

Zum Thema