Sport

Motorsport Einigung im Streit um umstrittene Zusatzbeladung

DTM wirft Gewichte über Bord

Stuttgart.Diese Entscheidung hat lange auf sich warten lassen. Die drei Hersteller im Deutschen Tourenwagen Masters - Mercedes, BMW und Audi - haben sich mit dem DTM-Organisator ITR auf die sofortige Abschaffung der sogenannten Performancegewichte verständigt.

"Alle Beteiligten haben die Stimmen der Fans gehört. Ich freue mich sehr, dass die Hersteller an einem Strang ziehen und im Sinne des Sports entschieden haben", sagte der ITR-Vorsitzende Gerhard Berger. Er hatte bereits seit seinem Amtsantritt im März 2017 für einen Wegfall der umstrittenen Regel geworben. "Ich hasse den Erfolgsballast", betonte der ehemalige Formel-1-Rennfahrer immer wieder. Umso erleichterter war der 58-Jährige, dass es eine Einigung gab: "Das ist ein starkes Signal für die DTM." Bereits bei den Rennen im österreichischen Spielberg (22. bis 24. September) sollen alle Boliden mit dem gleichen Startgewicht antreten.

Jede Menge Unverständnis

Die Performance-Gewichte sollten sicherstellen, dass die Rennwagen aller Hersteller auf dem etwa gleichen Niveau unterwegs sind. Je nach Rundenzeiten mussten Audi, BMW und Mercedes entweder bis zu fünf Kilogramm zuladen oder durften Gewicht ausladen. Das mehrfach veränderte System führte aber zu immer mehr Unverständnis, weil etwa BMW nach einem Dreifacherfolg beim darauffolgenden Rennen ausladen durfte. "Das ist ein guter Tag für die DTM, ihre Fans und echten Motorsport. Heute gibt es nur Gewinner", sagte BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt gestern trotzdem. jako/dpa