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Maimarkt-Turnier Isabell Werth gewinnt auch den letzten Teil des Vier-Sterne-Grand-Prix

Eine Klasse für sich

Archivartikel

Mannheim.Isabell Werth zum Dritten: Die weltbeste Dressurreiterin aus Rheinberg gewann beim 56. Maimarkt-Reitturnier auch den letzten Teil des Vier-Sterne-Grand Prix. Auf dem 17-jährigen Don Johnson zeigte sie zu einer genialen musikalische Mischung aus „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar und Freddy Mercurys „Bohemien Rhapsody“ eine mitreißende Kür, die vom Publikum gefeiert und von der Jury mit 82,800 Prozent gewürdigt wurde. Werth selbst strahlte über den zweiten Sieg auf ihrem Oldie, der schon am Freitag im Grand Prix triumphiert hatte. Auf Quantaz hatte sie zudem den Grand Prix Special für sich entschieden. „Ich bin mit Johnny super zufrieden. Auf dem Abreitplatz hat er mich mit seinen Bocksprüngen zwar wieder provoziert, aber im Viereck war er voll bei der Sache“, sagte Werth.

Jury-Sprecherin Katrina Wüst – sie wird bei den Olympischen Spielen in Tokio die Chef-Jurorin sein – war sogar hellauf begeistert, bezeichnete die Vorstellung als „eine Sternstunde der Kür, eine perfekte Abstimmung zwischen Risiko und Emotion“. Sie hatte überhaupt nichts zu kritisieren. Im Gegenteil. „Isabell sollte sich den Übergang vom starken Galopp in die Pirouette patentieren lassen“, empfahl sie.

Letztes Jahr waren die Jury-Kommentare wegen eines eher kleinen Startfeldes aus der Not geboren. Doch das Prozedere kam 2018 beim Publikum so gut an, dass diesmal die öffentliche Beurteilung eingeplant war. Die gut gefüllten Zuschauerränge gaben der Entscheidung von Organisations-Chef Peter Hofmann Recht. „Ich bin voller Bewunderung für Isabell und ihren Johnny“, beendete er die dreitägigen „Werth-Festspiele“, ohne die anderen Teilnehmer zu vergessen. Er dachte dabei unter anderem an Matthias Bouten (Wasserburg), der auf Meggle’s Boston Zweiter wurde (77,30 Prozent), und an die Österreicherin Victoria Max-Theurer, die mit Benaglio Rang drei erreichte (75,475).

Unterdessen verletzte sich Dressurreiterin Katrin Burger. Während des Einritts zur Siegerehrung nach der Kür stürzte die Reiterin aus dem baden-württembergischen Gondelsheim mit ihrer Stute Sempre-Si. Die 51-Jährige, die den sechsten Platz belegt hatte, wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Ob es sich um eine schwerere Verletzung handelt, war zunächst nicht klar. 

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