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Fußball Beim heutigen Gastspiel in Aalen gilt es für die Würzburger Kickers schon, den totalen Fehlstart abzuwenden / Besonderes Spiel für Trainer Michael Schiele

Einsatz von Breitkreuz sehr wahrscheinlich

Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Saisonspielen stehen die Kickers vor dem heutigen Auswärtsspiel beim VfR Aalen bereits unter Zugzwang. Anpfiff in der Ostalb Arena ist um 19 Uhr.

Für Kickers-Trainer Michael Schiele bedeutet das Spiel gegen den VfR Aalen die Rückkehr zu seinem ehemaligen Arbeitgeber. Schiele trug elf Jahre lang als Spieler das Trikot der „Schwarz-Weißen“ und bestritt in dieser Zeit 257 Spiele (sieben Tore). Nachdem Schiele 2010 seine Spielerlaufbahn beim VfR beendet hatte, wurde er zunächst Chefscout bei den Ostalbstädtern. Der damalige Trainer des VfR, Ralph Hasenhüttl, ernannte ihn im Januar 2011 zum Co-Trainer. Dieses Amt bekleidete der heute 40-Jährige bis 2015. Schiele blickt auf seine Vergangenheit beim VfR zurück: „Es sind Emotionen drin. Trotzdem muss man das morgen ausblenden. Letztendlich zählen die Punkte. Ich freue mich drauf.“

Personelle Änderungen

Leicht wird die Aufgabe gegen den ambitionierten Gastgeber aber sicher nicht, denn auch der VfR steht nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Saisonspielen ebenfalls unter Zugzwang. Schiele weiß um die Stärken des VfR: „Sie spielen sehr kompakt und haben ein schnelles Umschaltspiel.“

Gegen Osnabrück war die Niederlage „sehr unglücklich“, im Heimspiel gegen Uerdingen „war das in der zweiten Halbzeit generell zu wenig“, sagte Schiele. „Wir müssen die Konzentration über 90 Minuten hochhalten“. Schiele zeiht im Vergleich zu der 0:2-Heimniederlage gegen Uerdingen am vergangenen Samstag „zwei oder drei“ personelle Änderungen in Betracht. Eine davon könnte Patrick Breitkreuz sein.

„Er passt in unser Team“

Der Offensivspieler steht seit dem vergangenen Wochenende bei den „Rothosen“ unter Vertrag. Für die heutige Partie ist der 26-Jährige spielberechtigt. „Mit Patrick haben wir einen Spieler geholt, den wir unbedingt wollten. Er passt in unser Team, er weiß, was er möchte. Er ist spielintelligent, er kann Bälle festmachen und er kann auch Tore machen“, so Schiele. Mit Breitkreuz hat der FWK-Coach eine weitere Option in der Offensive neben den bisher gesetzten Ademi und Baumann.

Ob Breitkreuz heute Abend schon zu seinem Debüt kommt, wollte der Kickers-Trainer noch nicht sagen. Stattdessen wartet Schiele die letzten Trainingseindrücke des Neuzugangs ab. „Es fehlen natürlich noch Abläufe, aber Patrick ist immer eine Option.“ Schiele entscheidet im Laufe des Tages über dessen Einsatz.

Die vier bisherigen Aufeinandertreffen mit dem VfR Aalen lassen auf ein torreiches Spiel hoffen. In den insgesamt vier Spielen der beiden Mannschaften gab es 14 Tore zu sehen. In der vergangenen Saison gelang den Kickers ein 3:2-Auswärtssieg, zu Hause endete die Begegnung 2:2-Unentschieden. Schiele sagte: „Es wird eine harte Aufgabe. Beide Mannschaften haben nur zwei Tage zum Regenerieren. Wir hoffen, dass wir etwas Zählbares mitnehmen.“