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Tennis Federer und Nadal in Paris im Viertelfinale

Emotionale Petkovic

Archivartikel

Paris.Mit einem Twitter-Feuerwerk hat sich die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic nach ihrem French-Open-Aus zu Wort gemeldet – und dabei sogar Boris Becker auf den Plan gerufen. Zunächst setzte die 31-Jährige in dem Kurznachrichtendienst eine Botschaft ab, in der sie ihrer Gegnerin Ashleigh Barty gratulierte, ihre heftige Niederlage gegen die Australierin eingestand und dann ankündigte, aufzuschreiben, warum sie ihren Sport so liebe.

Sie habe Jan-Lennard Struff beobachtet, wie er „auf Sand“ Serve-and-Volley gespielt und beim Stand von 8:8 im fünften Satz Breakball um Breakball seines Gegners Borna Coric abgewehrt habe. Sie habe zwei Spielern mit einhändiger Rückhand zugeschaut (Stan Wawrinka und Grigor Dimitrow), „die den Ball so unfassbar hart schlugen, dass sie so weit hinter der Grundlinie stehen mussten, dass ich sie nicht mehr auf dem Bildschirm finden konnte“, wie die Darmstädterin schrieb.

Schließlich: „Wir haben einen Platz in einem Botanischen Garten, wir haben einen Platz, der nach einer Mode-Ikone der 20er-Jahre benannt ist. Und ein ganzes Turnier, das nach einem verdammten Piloten benannt ist.“ Was sie sagen wolle: „Dieser Sport ist verrückt und ich liebe ihn und ich hasse ihn.“ Was Becker ebenfalls in den sozialen Netzwerken kommentierte: „Beruhige dich und schaue Fußball.“

Rekord in Reichweite

Während sich Petkovic verabschiedete, stehen der elfmalige Turniersieger Rafael Nadal und der 20-malige Grand-Slam-Champion Roger Federer im Viertelfinale der French Open. Nadal gewann am Sonntag gegen den Argentinier Juan Ignacio Londero 6:2, 6:3, 6:3. Mit einem weiteren Titel in Roland Garros wäre der 32 Jahre alte Spanier der erste Tennisprofi überhaupt, der zwölf Mal bei ein und demselben Grand-Slam-Turnier triumphiert. Federer setzte sich gegen Londeros Landsmann Leonardo Mayer auch 6:2, 6:3, 6:3 durch und bleibt ohne Satzverlust. Federer spielt zum ersten Mal seit 2015 wieder in Paris und trifft nun im Schweizer Klassiker auf Stan Wawrinka. dpa