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Biathlon Denise Herrmann Zweite im Sprint von Oberhof

Ende der Misere

Archivartikel

Oberhof.Diesmal machte Denise Herrmann fast alles richtig. Statt in alte Muster und Hektik zu verfallen, hielt die 31-Jährige vor dem letzten Schuss lange inne und setzte ihn dann ins Schwarze: Am Ende sprang in der Nebelsuppe von Oberhof mit Platz zwei im Sprint nicht nur ihr bestes Saisonergebnis heraus. Hermann beendete auch die historische Misere der deutschen Biathletinnen, die bei den ersten drei Weltcups ohne Podestplatz geblieben waren.

„Ich habe zwar leicht gezittert und konnte nicht ganz im Rhythmus bleiben. Aber ich wusste, ich muss nicht durch die Schießzeit glänzen. Und da bin ich ein bisschen entspannter und konnte das zum Glück rüberbringen“, sagte die frühere Langläuferin, die nach einer Strafrunde 33,1 Sekunden Rückstand auf die fehlerfreie Siegerin Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen hatte. „Das Rennen war für mich ganz wichtig, denn ich war schon verunsichert.“

Den Kopf ausgeschaltet

Die deutschen Skijägerinnen gingen nach dem schlechten Saisonstart hochmotiviert in den ersten Heim-Weltcup, auch wenn in Franziska Preuß eine der Besten fehlte. Motiviert ist Herrmann eigentlich immer. Manchmal aber zu viel. Ihr Kopf ist oft das Problem, denn die Verfolgungs-Weltmeisterin von Östersund will mehr, als sie bisher abgeliefert hat. „Denise will mit aller Gewalt zeigen, was sie kann. Aber dann geht der Schuss nach hinten los“, hatte Damen-Coach Florian Steirer vor dem Rennen gesagt. Aber diesmal lief es (fast) perfekt. 

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