Sport

Skispringen Eisenbichler hofft auf gute Vierschanzentournee

Endlich raus aus dem Tief

Archivartikel

Oberstdorf.Derbe Kraftausdrücke sind bei Markus Eisenbichler (Bild) in diesen Tagen nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Beim 28 Jahre alten Bayern läuft es an den Skisprungschanzen dieser Welt wahlweise „scheiße“ oder „beschissen“, wie er selbst gerne und oft auch in ungeschliffenem Dialekt ausspricht. Und ausgerechnet jetzt steht die bedeutende und prestigeträchtige 68. Vierschanzentournee auf dem Programm. Zum Auftakt am Sonntag (17.30 Uhr/ARD und Eurosport) in Oberstdorf gilt der Vorjahreszweite nicht mal als Geheimtipp – er ist nach schwierigen Wochen nur ein Außenseiter.

Der Naturbursche aus dem oberbayerischen Siegsdorf versucht, das Tief zehn Monate nach seinem Karriere-Höhepunkt mit dreimal WM-Gold in Seefeld nicht zu sehr an sich herankommen zu lassen. „Ich bin eigentlich ganz positiv. Körperlich bin ich fit, mit dem Springen, das wird schon wieder werden“, sagte „Eisei“ in einer Mischung aus Hoffen und Zweckoptimismus.

Der neue Bundestrainer Stefan Horngacher wird nicht müde, seinem eigentlich als Top-Springer eingeplanten Athleten das Vertrauen auszusprechen. „Ihm fehlt es nicht an Selbstvertrauen, sondern ein bisschen an Sicherheit. Es ist noch nicht aus einem Guss bei ihm“, sagte der Tiroler, der akribisch arbeitet und langfristig denkt. dpa

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