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3. Liga Würzburger Kickers gewinnen auf dem „Dalle“ 3:1 / Aber: Wehen Wiesbaden war längst nicht einfach so zu schlagen

Erst nach der Pause richtig „reingebissen“

Archivartikel

Würzburger Kickers – Wehen 3:1

Würzburg: Drewes, Göbel, Hansen, Schuppan, Wagner, Skarlatidis, Gnaase (68. Hägele), Bachmann, Mast (59. Kaufmann), Ademi (71. Breitkreuz), Baumann. Wiesbaden: Kolke, Reddemann, Mockenhaupt, Modica, Mintzel, Mrowca, Schönfeld (66. Schmidt), Guder (75. Schäffler), Schwadorf, Andrist (82. Shipnoski), S. Brandstetter. Tore: 1:0 (20.) Göbel, 1:1 (45.+3) Brandstetter, 2:1 (83.) Baumann, 3:1 (87.) Kaufmann. – Schiedsrichter: Tim Skorczyk (Braunschweig). – Zuschauer: 4754.

Der FC Würzburger Kickers bliebt in der 3. Liga weiter auf Erfolgskurs. Am 6. Spieltag gewannen die Rothosen vor heimischer Kulisse gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 3:1 (1:1). „Am Anfang haben wir uns schon etwas schwer getan. Gerade Ende der ersten Halbzeit hat Wiesbaden sehr viel Druck entwickelt. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir dann darauf eine gute Reaktion gezeigt und am Ende auch nicht unverdient gewonnen“, so fasst Kickers-Akteur Daniel Hägele die Partie zusammen.

Agile Wiesbadener

Denn gerade in der ersten Halbzeit sahen die 4754 Zuschauer in der Flyeralarm Arena eine äußerst agil auftretende Mannschaft aus Wiesbaden. Allerdings verpasste es die Rehm-Elf in dieser Phase, daraus Kapital zu schlagen. Anders hingegen der FC Würzburger Kickers. Der FWK nutzte in der 20. Minute eine Standardsituation zum 1:0-Führungstreffer, als Patrick Göbel einen Freistoß aus rund 25 Metern zentraler Position sehenswert ins Wiesbadener Tor zirkelte. Jedoch zeigte sich der SV Wehen Wiesbaden nicht geschockt und kam durch Rene Guder zu zwei guten Ausgleichsmöglichkeiten. Zuerst setzte der SVWW-Offensivspieler den Ball flach neben das Würzburger Gehäuse (28.), dann scheiterte er aus spitzem Winkel an FWK-Schlussmann Patrick Drewes (32.). Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre der Wiesbadener Ausgleichstreffer verdient gewesen. Dieser sollte dann mit der letzten Aktion der ersten Hälfte fallen, als Sören Reddemann einen eigentlich verunglückten Freistoß noch einmal in den Würzburger Strafraum köpfte. Dort landete der Ball über Rene Guder bei Simon Brandstetter, der aus wenigen Metern zum 1:1-Pausenstand einschob (45.+3). Nach dem Seitenwechsel fanden dann die Kickers deutlich besser in die Partie und verbuchten durch Orhan Ademi die erste gute Möglichkeit nach Wiederanpfiff. Jedoch wurde der Angreifer in der 55. Minute gerade noch im Wiesbadener Strafraum geblockt. Auf der anderen Seite setzte Stephan Andrist den Ball aus aussichtsreicher Position über das Würzburger Gehäuse (58.). Damit begann auf dem Dallenberg eine äußerst interessante Schlussphase. Auch weil die Kickers gerade im Mittelfeld immer mehr die Oberhand gewannen und so immer mehr Druck auf die Hessen aufbauten. Trotzdem dauerte es bis zur 83. Minute, ehe die Heimfans den zweiten Treffer bejubeln durften. Eine Hereingabe von Simon Skarlatidis wurde abgefälscht und landete vor den Füßen von Dominic Baumann, der aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung abstaubte. Vier Minuten später sorgte dann Fabio Kaufmann nach einem Würzburger Konter für die endgültige Entscheidung des Spiels (87.). Damit feiern die Kickers den dritten Ligaerfolg in Serie und setzen ihren Aufwärtstrend fort. Trotzdem betont Torschütze Dominic Baumann: „Es war heute kein einfaches Spiel. Daher sind wir am Ende natürlich froh, dass wir dieses Spiel auf unsere Seite ziehen konnten.“

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