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Fußball Chemnitzer Profi Frahn entschuldigt sich für Jubel

Falsches Zeichen

Chemnitz.Daniel Frahn hat sich für seinen umstrittenen Jubel beim Spiel des Chemnitzer FC entschuldigt. Der 31-Jährige hatte nach dem Tod eines rechtsextremen Fans ein T-Shirt mit der Aufschrift „Support your local Hools“ (unterstütze deine lokalen Hools) hochgehalten. Es habe nicht dazu gedient, ein politisches Statement zu setzen, schrieb der Angreifer des Fußball-Regionalligisten auf seiner Facebook-Seite.

„Mir war auch nicht bewusst, dass dieses Shirt so tief in der Neo-Nazi-Szene verankert ist“, so der Mittelstürmer. Dafür wollte er sich aufrichtig und ehrlich entschuldigen und „klarstellen, dass ich kein Sympathisant eines Neo-Nazis bin! Auch teile ich diese politische Einstellung nicht und trage auch keine rechten Gedanken in mir.“

Frahn war für seine Geste vom Verein mit einer Geldstrafe belegt worden. Sie war jedoch nicht der Hauptgrund, warum der Chemnitzer FC seit dem Meisterschaftsspiel am vergangenen Samstag gegen die VSG Altglienicke (4:4) schwer in der Kritik steht. Der Club hatte vor dem Anpfiff eine Trauerkundgebung für den gestorbenen Thomas Haller zugelassen, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation gilt. Frahn erklärte, warum er sich zunächst nicht zu seiner Aktion geäußert hatte. „Ich brauchte einfach die Zeit, um mich zu sammeln“, schrieb Frahn, der von Mitte 2010 bis Mitte 2015 bei RB Leipzig gespielt hatte und dort Kapitän war. dpa