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Fußball Fans erwartet bei Neustart der Bundesliga einige Neuerungen auf und abseits des Spielfelds / Maskenpflicht für Trainer aufgehoben

Frei empfangbare Konferenz alleine schauen

Archivartikel

Düsseldorf.Der Ball in der Bundesliga rollt wieder. Es war die längste nicht winterbedingte Liga-Pause. Die Entscheidung, die restlichen Saisonspiele ohne Zuschauer stattfinden zu lassen, bringt eine Änderungen für Fans. Was ist neu?

Konferenz im TV: Die Fans können zumindest die nächsten zwei Spieltage live im Free-TV dabei sein. Der Pay-TV-Sender Sky wird seine Konferenz-Schalten von den Geisterspielen der 1. Liga am Samstag und der 2. Liga am Sonntag am 26. und 27. Spieltag auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD zeigen. Offen ist noch, ob der kostenpflichtige Streamingdienst DAZN am Montag Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen live überträgt. Hintergrund ist ein Streit zwischen der DFL und Eurosport, dessen Rechte DAZN übernommen hat. „Da sind wir in Gesprächen“, hatte DFL-Vorsitzende Christian Seifer zuletzt gesagt. Bisher scheint das nicht geholfen zu haben

Rudelgucken verboten: Das wird hart für gesellige Fans: Stadion geschlossen – und auch vor dem Fernseher dürfen sich keine Gruppen versammeln. Da die Konferenz an den beiden nächsten Spieltagen frei empfangbar ist, sind die Anhänger aber nicht auf Kneipen mit Pay-TV angewiesen. Theoretisch könnte also jeder im kleinen Kreis zu Hause schauen. Die Polizeigewerkschaft hatte auch vor Ansammlungen an den Stadien gewarnt wie beim ersten und bisher einzigen Geisterspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln. Clubs und Fans stehen seitdem im engen Austausch. Es werde an den Stadien nach Aussagen vieler Vereine nicht zum Massenauflauf kommen.

Fünf Auswechslungen: Jetzt wird es voll an der Seitenlinie. Rechtzeitig vor dem Start hat die DFL für den Rest der Saison fünf statt drei Auswechslungen erlaubt. Damit sollen Spieler angesichts des dicht gedrängten Kalenders im Zuge der Corona-Krise und möglicher Spiele bei großer Hitze im Sommer entlastet werden. Durchgeführt werden dürfen die Wechsel in der Pause und bei weiteren drei Gelegenheiten während der Spielzeit. Damit soll verhindert werden, dass Trainer in der Schlussphase mit vielen Auswechslungen auf Zeit spielen. Dortmund-Trainer Lucien Favre begrüßt die Übernahme der FIFA-Empfehlung: „Wir hatten zwei Monate kein Spiel, auch kein Freundschaftsspiel. Deshalb finde das sehr gut mit den fünf Auswechslungen.“

Hygiene: Auf Jubelarien und Spielertrauben nach Torerfolgen werden die Fans am Wochenende wohl ebenfalls vergeblich warten. Laut Hygiene-Konzept der DFL sind Umarmungen und Abklatschen zu unterlassen, Ellbogen- und Fußkontakt aber hingegen erlaubt. „Wir werden uns was einfallen lassen“, sagte Kölns Profi Mark Uth. Ein Punkt des DFL-Konzepts wurde kurz am Freitag vor dem Spielstart offenbar doch noch einkassiert. So müssen die Trainer laut der „Bild-Zeitung“ nun doch keinen Mundschutz tragen, sondern lediglich den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. DFL-Direktor Ansgar Schwenken sagte dazu: „Für die Trainer ist eine solche ausreichende Abstandswahrung gewährleistet, wenn sie sich mit einem Abstand von mindestens 1,5 Metern losgelöst von den anderen Personen bewegen.“ dpa

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