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Laufsport Beim fünften „Taubertal 100“ wird ein neuer Teilnehmerrekord erwartet / Hochklassiges Duell bei den Frauen

Für Harte und ganz Harte

Archivartikel

Im Vorjahr wurde der „Taubertal 100“ bei seiner vierten Veranstaltung mit 229 Teilnehmern der elftgrößte Ultramarathon in Deutschland und der zweitgrößte 100-Kilometer- und 100-Meilen-Lauf, verglichen zu 250 weiteren Ultralauf-Veranstaltungen. Keine Ultralaufveranstaltung hat bisher eine so hohe Teilnehmerzahl in so kurzer Zeit erreicht. Im fünften Anlauf, am Samstag, 6. Oktober, wird eventuell die 250er Marke an Teilnehmern überschritten. Läufer aus dem Ausland verstärken die Teilnehmerzahl dieser Laufveranstaltung zunehmend.

Nele Alder-Baerens aus Berlin, dreifache Deutsche Meisterin über 50 und 100 Kilometer und im Sechs-Stunden-Lauf, sowie Weltrekordinhaberin im Sechs-Stunden-Lauf und in diesem Jahr sensationelle Vize-Weltmeisterin im 100-KilometerLauf, wird beim „Taubertal 100“ erstmals über die Streckenlänge von100 Meilen laufen. Sie hält die Streckenrekorde der Damen beim „Taubertal 100“ über 50, 71 und 100 Kilometer.

Tracy Dean aus England, Mitglieder der englischen Nationalmannschaft im 24-Stunden-Lauf (Bestleistung 224 Kilometer) läuft über die Distanz 100 Meilen. Sie bietet Nele Alder-Baerens über die 161 Kilometer langen Strecke von Rothenburg nach Gemünden erstmals auf deutschem Boden eine Herausforderung auf Augenhöhe.

Beide Läuferinnen sind etwa als gleich stark einzuschätzen. Tracy Dean (45 Jahre) hat mehr Erfahrung in überlangen Strecken, Nele Alder-Baerens (35) hat „nur“ Erfahrung bis 100 Kilometer, verfügt jedoch über eine etwas höhere Grundschnelligkeit. Beide zählen zu den derzeit besten Ultraläuferinnen in der gesamten Welt.

Jan Albert Lantink aus Holland versuchte im vorigen Jahr beim „Taubertal 100“ den Weltrekord über 100 Meilen in der Alterslasse M 55 zu knacken, kam dabei als Erster im 100-Kilometer-Ziel an, gab aber bei Kilometer 110 auf. Dieses Jahr, in der Altersklasse M 60, gelang ihm der Weltrekord im 100-Kilometer-Lauf in der Altersklasse Männer 60 Jahre (7:29 Stunden) in Kroatien. Jan-Albert ist Vorjahressieger über 100 Kilometer beim Taubertal 100 (in 7:17 Stunden), und startet in seiner Paradedisziplin 100 Kilometer.

Start im Morgengrauen

Auf der relativ flachen Strecke gibt es für die Läufer bis 100 Kilometer alle fünf Kilometer eine Getränke-und alle zehn Kilometer eine Getränke- und Verpflegungsstation. Ab 100 Kilometer wird alle zehn Kilometer eine Getränke- und Verpflegungsstation geboten.

Über 300 Helfer versorgen bei den 26 Getränke- und Verpflegungsstellen die Ultra-Läufer. Die Helfer nach der 100 km-Marke haben eine lange Nacht vor sich und bieten den Läufern und Zuschauern eine Party mit Rockmusik.

Der Start erfolgt am Samstag, 6. Oktober, um 6 Uhr in Rothenburg an der Fuchsmühlenbrücke am Taubertalweg – im Morgengrauen. Der erste 100-Kilometer-Läufer wird mit einer Zeit um sieben Stunden in Wertheim gegen 13 Uhr erwartet, der letzte Läufer mit einer Laufzeit von 15 Stunden, gegen 21 Uhr.

Bei den 100-Meilen-Läufern wird der erste Läufer nach etwa 14 Stunden gegen 20 Uhr in Gemünden erwartet, und der letzte Läufer nach fast 26 Stunden um 8 Uhr morgens. Alle Läufer tragen einen GPS-Tracker und sind auf der Homepage vom Taubertal 100 in der Rubrik „GPS Streckenverlauf“ live in ihrer Position zu sehen, die alle 20 Sekunden aktualisiert wird. Jeder Läufer, der das 100-Kilometer- oder 100-Meilen-Ziel im Zeitlimit erreicht, wird für seine Leistung zum Ritter von Rothenburg geschlagen.

Für die Teilnehmer gibt es in der Burg von Wertheim ab 19 Uhr eine Siegesfeier mit Ritteressen. Um 22 Uhr erfolgt die Siegerehrung. Für die 100-Meilen-Läufer findet das Ritteressen in Gemünden um 12 Uhr im Hotel „Koppen“ statt, mit Siegerehrung gegen 13.30 Uhr.

Der außergewöhnlicher Ultraläufer Hubert Karl hält am Vorabend um 19.30 Uhr einen Vortrag „Ultralaufen bis ins hohe Alter“ im Hotel „Rappen“ in Rothenburg. Interessierte sind hier willkommen. Hubert Karl hält mit 20 Teilnahmen am schwierigsten Ultralauf der Welt „Spartathlon“ (246 Kilometer bei etwa 36 Grad Hitze) den weltweiten Teilnahmerekord.

Er ist auch der einzige Mensch, der gleichzeitig die drei schwierigsten Ultras „Spartathlon“, „Badwater“ (217 Kilometer um 49 Grad) und „Sakuramichi“ (250 Kilometer um 31 Grad) unter 30 Stunden gelaufen ist. Er läuft auch beim „Taubertal 100“ mit. hbe

Info: Mehr Informationen: www.taubertal100.de