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Geduld zahlt sich aus

Archivartikel

Dreizehn lange Jahre mussten die deutschen Radsport-Fans nach Andreas Klöden auf einen Podiumsanwärter bei der Tour de France warten. Mit Emanuel Buchmann scheint er endlich gefunden zu sein. Und das Warten hat sich gelohnt – auch für den ruhigen Ravensburger, der in seiner Karriere nichts überstürzte, sondern Schritt für Schritt aufgebaut wurde.

Das zeigen auch die Platzierungen bei seinen bisherigen Rundfahrten über drei Wochen: 21. bei Tour 2016, 15. in Frankreich ein Jahr später, Zwölfter bei der Vuelta 2018 – so lauteten die Kennzahlen des 26-Jährigen, der nun in Frankreich nach den Sternen greift und auf jeden Fall den nächsten Schritt machen wird.

Das hat vor allem damit zu tun, dass Buchmann an seinen Zeitfahrfähigkeiten gefeilt hat und nun nicht mehr nur mitfährt, sondern jetzt auch in die Offensive geht, wenn sich die Gelegenheit bietet. Das hat in den Pyrenäen schon gut funktioniert und aufgrund der Tatsache, dass der Formaufbau auf die letzte Tourwoche in den Alpen ausgelegt ist, lässt das noch auf einiges hoffen. Und selbst wenn es am Ende mit einer Platzierung unter den ersten Drei doch nichts werden sollte, hat Emanuel Buchmann dafür gesorgt, dass die spektakulären Hochgebirgsetappen in Frankreich auch aus deutscher Sicht endlich wieder so spannend wie selten zuvor sind.

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