Sport

Schwimmen Marco Koch wird Fünfter über 200 Meter Brust

Geglückte Generalprobe

Archivartikel

Gwangju.Ex-Weltmeister Marco Koch atmete tief durch und lächelte zufrieden. Die von ihm zur „Generalprobe“ für Olympia erklärte WM ist dem erfolgreichsten deutschen Schwimmer der vergangenen Jahre geglückt. Am Tag dreier Weltrekorde blieb der 29-Jährige auf Platz fünf nur 13 Hundertstelsekunden über seiner eigenen deutschen Bestmarke, aber der Tokio-Trend stimmt. Vor dem starken Koch-Auftritt läuteten Silbergewinnerin Sarah Köhler und Marius Kusch mit Final-Plätzen sowie die Königsstaffel der Männer mit dem Olympiaticket die letzten Titelkampf-Tage aus deutscher Sicht erfreulich ein.

Köhler über 800 Meter Freistil und Kusch über 100 Meter Schmetterling schraubten die Zahl der deutschen Endlaufteilnahmen auf zehn hoch. Vor zwei Jahren in Budapest hatte es wie bislang in Korea einmal Silber, aber nur fünf Finalplätze gegeben. Gemessen daran schneidet der DSV also schonmal besser ab. Doch den Schwung seiner mit fünf Medaillen so erfolgreichen Freiwasser-Asse konnte die Nationalmannschaft von Teamchef Bernd Berkhahn nicht wie erhofft mitnehmen.

Auf dem richtigen Weg

Nachdem Lagenschwimmer Philip Heintz und Schmetterling-Expertin Franziska Hentke auf Rang vier nicht viel zu WM-Edelmetall fehlte, war Kochs Rückstand trotz guter 2:07,60 über 200 Meter Brust etwas größer. „Es war die schnellste Zeit seit Ewigkeiten. Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte der Mann, der die deutschen Beckenschwimmer 2013 vor einer Medaillen-Nullnummer bewahrte und 2015 mit dem WM-Titel die Bilanz rettete.

Die Medaillenränge waren für die Freistil-Staffel über 4 x 200 Meter erwartungsgemäß weit entfernt. Poul Zellmann, Rafael Miroslaw, Jacob Heidtmann und Damian Wierling belegten nach 7:07,65 Minuten beim Sieg der Australier Rang acht. Nach dem erfüllten „Mindestziel“, so Heidtmann, war als „Belohnung“ nicht mehr drin. dpa

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