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Football Schwäbisch Hall Unicorns spielen bei Aufsteiger Kirchdorf Wildcats

Gegner will sich unberechenbar machen

Die Schwäbisch Hall Unicorns treten am kommenden Samstag zu ihrem vierten Punktspiel in diesem Jahr bei den Kirchdorf Wildcats an. Um 16 Uhr ist Kickoff in der idyllisch gelegenen Inn-Energie Arena in Kirchdorf am Inn.

Die Wildcats aus der niederbayerischen 5500-Seelengemeinde Kirchdorf am Inn haben eine für deutsche Footballverhältnisse lange Tradition. 1986 als Simbach Wildcats gegründet, haben sie sich ab Anfang der 90er Jahre in der 2. Bundesliga etabliert. Mit nur wenigen, kurzen Abstechern in die Regionalliga belegten sie insbesondere in diesem Jahrzehnt immer vordere Plätze in der GFL2-Süd. Zum Aufstieg in die deutsche Topliga hat es dann 2017 über die Relegation gegen die Saarland Hurricanes gereicht.

Die Liganeulinge konnten dann auch gleich zu Beginn der GFL-Runde 2018 auf sich aufmerksam machen. Nur wenig Respekt zeigten sie gegenüber den GFL-Urgesteinen aus Stuttgart und schickten die Scorpions beim Saisonauftakt in Kirchdorf mit einer 7:15-Niederlage auf die Heimreise. In Marburg setzte es für die Wildkatzen zwar eine 7:33-Niederlage, eine Woche später erreichte man aber zuhause gegen Ingolstadt ein 20:20-Unentschieden, bei dem nicht viel zu einem weiteren Erfolg fehlte. Die Unicorns sind vor der 350 Kilometer weiten Reise zur österreichischen Grenze also gewarnt.

Besonders erfolgreich waren die Footballer des TSV Kirchdorf bislang beim Abfangen gegnerischer Pässe, was ihnen in drei Spielen bereits fünfmal gelang – der derzeit beste Wert in der GFL, an dem der starke und überall auf dem Feld zu findende Safety Dartez Jacobs maßgeblich beteiligt ist. Ebenfalls stark agiert der Neu-Kirchdorfer Receiver Clemens Erlsbacher. Er wechselte im Winter von Innsbruck zu den Wildcats und sammelt für sie pro Spiel über 100 Yards Raumgewinn.

Aufsteiger gegen Meister

„Wir müssen Strategien finden, mit denen der Gegner nicht rechnet. Darin liegt unsere Chance“, sagte der seit sechs Jahren in Kirchdorf tätige Head Coach Christoph Riener vor seinem ersten GFL-Spiel gegen Stuttgart. Das Vorhaben ist den Wildcats gegen die Scorpions bekanntermaßen gelungen und für das Spiel am kommenden Samstag könnte Rieners Devise eine ähnliche sein. Als Aufsteiger gehen die Bayern naturgemäß auch als Außenseiter in das Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister und zu verlieren gibt es für sie dabei nichts.

Anders die Unicorns, für die in Kirchdorf zwei wichtige Punkte auf dem Weg zur angestrebten Südmeisterschaft liegen. „Wir werden auf ein Team treffen, das jede Woche zeigen will, dass es zurecht in der höchsten deutschen Liga spielt. Es ist entsprechend hoch motiviert“, warnt Halls Head Coach Jordan Neuman. „Kommt hinzu, dass die Wildcats nach einer spielfreien Woche ausgeruht ins Spiel gehen werden, uns hingegen eine lange Anreise in den Gliedern stecken wird.“

Freuen dürfen sich die Haller auf den ersten Einsatz von Cornerback Raheem Wilson in diesem Jahr. Wilson ist am Dienstag aus den USA zurückgekehrt. Während Linebacker Danny Washington weiterhin pausieren muss, ist man bei Defense End Devin Benton und Runningback Maurice Schüle optimistisch. Bei beiden muss aber die laufende Trainingswoche zeigen, ob sie in Kirchdorf eingesetzt werden können. axe