Sport

Bob Francesco Friedrich überstrahlt alles bei der WM

Goldene Momente

Whistler.Die deutschen Bob- und Skeletonpiloten haben in den Bergen Kanadas einen wahren Goldrausch erlebt. Inklusive Teamwettbewerb fuhren die Athleten vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) mit dem WM-Gold von Francesco Friedrich im Viererbob fünf von sechs WM-Titeln ein, insgesamt holten sie neun von 17 Medaillen. Nur die Skeleton-Männer gingen in Whistler leer aus. „Mit dem Ergebnis hat keiner gerechnet, es ist ein schwieriger Spot für uns, da die Kanadier sich hier akribisch vorbereiten. Umso stärker ist die Leistung des Teams einzuschätzen. Die ganze WM war ein großer Moment“, sagte der BSD-Vorstandsvorsitzende Thomas Schwab.

Vor allem die Erfolge von Friedrich überstrahlten alles. Als erster Bobpilot der Welt schaffte er den Double-Hattrick. Nach seinem fünften Sieg in Serie im kleinen Schlitten holte er im kanadischen Whistler auch WM-Gold im Viererbob und ist somit seit 2017 bei Olympia und WM ungeschlagen.

Historischer Skeleton-Erfolg

Nach dem Doppelsieg mit den Duos Mariama Jamanka/Annika Drazek und Stephanie Schneider/Ann-Christin Strack im Bob überragten auch die deutschen Skeleton-Frauen mit einem historischen Dreifacherfolg. Tina Hermann holte sich nach 2016 ihren zweiten WM-Titel. Jacqueline Lölling wurde Zweite vor Sophia Griebel.

Bäuchlings mit 144 Stundenkilometern zeigten sie kopfüber auf der schnellsten Bahn der Welt eine starke Performance. „Ich bin einfach nur happy und kann es gar nicht richtig beschreiben“, sagte Hermann. Im ersten Lauf verbesserte sie mit 53,17 Sekunden den neun Jahre alten Bahnrekord von Olympiasiegerin Amy Williams (53,68) aus Großbritannien. Die Olympiazweite Lölling überbot ihn im vierten Durchgang noch einmal mit 53,10. dpa