Sport

Fechten Beschuldigter Trainer meldet sich zu Wort

„Grenze des Erträglichen“

Tauberbischofsheim/Stuttgart.Das Verfahren zwischen einem gekündigten Fechttrainer aus Tauberbischofsheim und dem Landessportverband ist mit einem Vergleich zwar abgeschlossen (wir berichteten), doch Ruhe ist deshalb noch nicht eingekehrt. Es ist weder erwiesen, ob besagter Coach eine Fechterin sexuell belästigt hat noch ist dies widerlegt. Und deshalb werden die Vermutungen und Verdächtigungen in Tauberbischofsheim zumindest noch etwas weitergehen.

Dies zeigt eine Aussage von Olympiasieger Matthias Behr, der wie der beschuldigte Trainer an eine Intrige glaubt: „Fair Play sollte auch im Umgang mit Trainern und Angestellten praktiziert werden. Ganz persönlich wünsche ich mir, dass die Initiatoren und Nestbeschmutzer, die diese Schmutzkampagne in böser Absicht auf den Weg gebracht haben, irgendwann in ihrem Leben Ähnliches erleben müssen.“

Trainer beteuert Unschuld

Auch der Trainer meldete sich gestern noch einmal zu Wort: „Ich möchte nochmals klarstellen, dass ich mir im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit nichts zuschulden habe kommen lassen, was einen solchen öffentlichen Feldzug gegen mich rechtfertigen würde.“ Er und seine Familie seien an die Grenze des Erträglichen gegangen und haben deshalb in den Vergleich eingewilligt. Dies bestätigte auch der LSV: „Die Gegenseite ist auf den ursprünglichen Vorschlag vom Gericht zurückgekommen, dem der LSV in der Vergangenheit schon einmal zugestimmt hatte.“

Wie es weiter gehen soll, darüber äußerte sich der Fechtclub: „Wir sind erleichtert, dass die sehr belastendende Situation zu einem Ende gekommen ist.“