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Fußball Schalke steht vor schwieriger Personalplanung

Heidel muss Naldo-Lücke schließen

Archivartikel

Benidorm.Nach dem überraschenden Wechsel von Abwehrspieler Naldo zum französischen Erstligisten AS Monaco steht Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 vor einer schwierigen Personalplanung. Sportvorstand Christian Heidel gab zu, dass er damit nicht gerechnet habe. „Mein erster Impuls war ‘Nein, auf keinen Fall!’ Denn wir hatten nullkommanull die Ambition, ihn abzugeben. Und ich habe zu Naldo gesagt, dass wir als Verein, wenn wir ihn ziehen lassen, ordentlich auf die Fresse bekommen werden“, erklärte Heidel zu Beginn des Trainingslagers im spanischen Badeort Benidorm. Dennoch habe man schweren Herzens zugestimmt. „Das haben wir letztlich für Naldo gemacht“, sagte Heidel mit Blick auf den umstrittenen Transfer.

Der Schalker Sportvorstand teilte mir, dass man Naldo bei der Vertragsverlängerung bis 2020 vor einigen Wochen gesagt habe, dass er nicht mehr in jedem Spiel zum Einsatz komme. „Und das hat Naldo in allen Punkten so akzeptiert“, sagte Heidel. Dennoch ist ein Engagement des 36-Jährigen nach der aktiven Karriere beim FC Schalke nicht ausgeschlossen. Heidel: „Wenn er irgendwann seine aktive Laufbahn beendet, können wir die Gespräche über seine Zukunft auf Schalke gerne fortsetzen.“ In Monaco hat der gebürtige Brasilianer einen Vertrag bis 2020 unterschrieben.

Spekulationen um Benatia

Damit steht der Club unter Druck, in der Winterpause den Kader zu verstärken. Das werde Zeit in Anspruch nehmen. „Man muss sich von der Idee verabschieden, dass zum Trainingsauftakt schon alle neuen Spieler da sind“, meinte Heidel. An Spekulationen werde er sich jedoch nicht beteiligen. „Ich werde nicht jeden Namen kommentieren oder dementieren“, erklärte Heidel.

Einen Bericht der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ zufolge soll Schalke Interesse am ehemaligen Bayern-Verteidiger Mehdi Benatia von Juventus Turin haben. Auch dazu gab es von der sportlichen Leitung allerdings keinen Kommentar.

Neben Naldo werden auch Abdul Rahman Baba, Johannes Geis und Franco di Santo nicht mehr mit dem Schalker Profikader trainieren. Alle drei Spieler sollen abgegeben werden. Dies hatte der Club zu Beginn des Trainingslagers in Spanien bekanntgegeben. dpa