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Fußball Leverkusen hält trotz des Rückschlags beim 0:0 gegen Augsburg am großen Ziel Champions-League-Qualifikation fest

Herrlich: „Es bleibt weiter spannend“

Archivartikel

Leverkusen.Dieser eine Satz von Torhüter Bernd Leno war die trefflichste Analyse nach der Nullnummer zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Augsburg: „Wir haben alles in eigener Hand.“ Stimmt. Denn die aktuellen 45 Punkte in der Tabelle der Fußball-Bundesliga lassen der Werkself alle Chancen auf die Teilnahme an der Königsklasse.

Und es soll auf jeden Fall die Champions League sein, bemerkte Lenos Kollege Julian Brandt: „Ich strebe immer nach dem Bestmöglichen.“ Mit der Europa League wollte sich Brandt auf gar keinen Fall beschäftigen, wenngleich das Ganze an den verbleibenden sechs Spieltagen auch in die falsche Richtung gehen kann.

Die Situation hinter Tabellenführer Bayern und den zweitplatzierten Schalkern spricht zusehends dafür, dass sich einer der anderen Kandidaten nach dem Saisonfinale am 12. Mai auf einer ungeliebten Position wiederfinden wird. Das erkannte Bayer-Trainer Heiko Herrlich ganz schnell. „Es bleibt weiter spannend, es bleibt weiter schwierig“, sagte er zum Restprogramm.

Noch einige direkte Duelle

Und das hat es für Bayer in sich. Leverkusen muss in Leipzig, gegen Frankfurt und in Dortmund nacheinander gegen direkte Konkurrenten antreten. „Wir müssen schauen, dass wir in den nächsten drei Wochen Stoff geben“, kommentierte Brandt diese Aufgaben. Die Aufforderung von Sportmanager Jonas Boldt war unmissverständlich: „Da müssen wir Resultate liefern.“

Und die müssen besser sein als zuletzt beim 0:2 in Köln und beim 0:0 gegen kämpferisch überragende Augsburger. „Das Ergebnis tut weh“, bemerkte Boldt zur Nullnummer gegen den FCA. Für Herrlich fühlte es sich „eher wie eine Niederlage“ an. „Es ist alles ganz dicht und ganz eng. Aber heute sind es zwei verlorene Punkte“, sagte der 46-Jährige.

Bayer muss wieder deutlich mehr Torgefahr entwickeln. Das erkannte auch Brandt. „Vielleicht haben wir nicht genug Zielstrebigkeit an den Tag gelegt“, sagte Brandt in einer generellen Betrachtung der Partien in Köln und gegen Augsburg.

In den kommenden Wochen hat Bayer genügend günstige Umstände, um die Anwartschaft auf die Champions League tabellarisch zu festigen – wenn es mit dem Toreschießen besser wird. RB Leipzig, am kommenden Montag (20.30 Uhr) Bayer-Gastgeber, hat 46 Zähler. Eintracht Frankfurt (45) tritt am 14. April in der BayArena an. Bei Herrlichs früherem Verein Borussia Dortmund (48) könnte nach dem 21. April schon klarer sein, in welche Richtung es für Bayer geht: in die Königsklasse oder in die Europa League. Und dazwischen, am 17. April, gibt es noch die beste Gelegenheit, die Konkurrenz ein wenig zu erschrecken: mit einem Coup im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Bayern München. dpa