Sport

Biathlon Weltmeisterin will sich am Schießstand steigern

Herrmann ohne Allüren

Östersund.Biathlon-Weltmeisterin Denise Herrmann (Bild) will nach dem Rücktritt von Laura Dahlmeier nicht Vorbild im deutschen Damen-Team sein. „Ich bin ja eine der Älteren und vielleicht auch mal ein Sprachrohr für gewisse Sorgen, Nöte und Anträge. Aber jetzt nach einer neuen Galionsfigur zu suchen, das ist Quatsch. Viele haben es drauf“, sagte die inzwischen 30-jährige Skijägerin. „Unser Ziel ist es, jedes Wochenende eine Athletin in der Richtung zu positionieren und bei den Staffeln gut abzuschneiden“, sagte Herrmann.

Erste Gelegenheit, im Weltcup auf das Podest zu laufen, bietet sich für die frühere Langläuferin beim Auftakt in Östersund am Samstag in der Mixed-Staffel und am Sonntag im Sprint. „Denise Herrmann hatte dort ihre ersten Weltcupsiege bereits vor zwei Jahren gefeiert und ist auch letztes Jahr von der Weltmeisterschaft mit dem kompletten Medaillensatz nach Hause gekommen. Ich denke, sie freut sich besonders auf Östersund“, glaubt Damen-Trainer Kristian Mehringer.

Es habe etwas gedauert, bis sie die tolle WM verarbeitet habe, sagt Herrmann. „Je länger es gedauert hat, desto realistischer wurde es. Man schaut sich den Wettkampf im Fernsehen vielleicht noch einmal an und erlebt es ein zweites Mal. Dann schaut man sich das Rennen noch einmal an – da bekommt man immer noch Gänsehaut-Feeling. Aber darauf darf man sich nicht ausruhen.“ Herrmann hofft, „dass ich mich beim Schießen steigern kann. Dreh- und Angelpunkt bleibt bei mir der Schießstand, ich versuche. konstanter zu werden.“ dpa (Bild: dpa)

Zum Thema