Sport

Die Rennen 50, 71 , 100 Kilometer oder sogar 100 Meilen – trotz der enormen Anstrengungen war die Stimmung bei den Läufern bestens / Gute Organisation gelobt

Hobbyläufer und „Profis“ im Kampf gegen sich

Laufen, laufen, laufen: Soweit das Motto für den „Taubertal 100“ Ultramarathon, der seit nunmehr fünf Jahren unter der Verantwortung von Lauflegende Hubert Beck stattfindet. Am Samstag war es dann erneut soweit: Über 300 Läufer trafen sich in den frühen Morgenstunden am Startpunkt in Rothenburg ob der Tauber und liefen los gen Norden in Richtung der fünf großen Zielpunkte (50 Kilometer: Bad Mergentheim, 71 Kilometer: Tauberbischofsheim, 100 Kilometer: Wertheim, 100 Meilen: Gemünden).

Dass neben beinharten Hobbyläufern auch nationale und internationale Ultra-Laufgrößen dabei waren, war nicht immer so“, sagte Initiator Hubert Beck. „Hinzu kommt, dass ich keinen Sponsor habe, sondern das Ganze im Rahmen einer Privatveranstaltung abläuft. Diese Strecke ist wunderschön, man kann dort wirklich gut laufen, aber vor fünf Jahren hatten wir hier nur 38 Läufer am Start.“ Auch ein Anziehungsfaktor für die Athleten dürfte die gute Organisation des Ultralaufes sein. In regelmäßigen Abständen wurden Versorgungszelte aufgebaut, wo die Sportler mit Wasser, Apfelschorle, Elektrolyten und Ähnlichem versorgt wurden.

„Die Strecke war super, das war auch alles sehr gut ausgeschildert und die Helfer waren sehr motiviert und freundlich“, freute sich auch der Jenaer Läufer Gunther Frauendorf über die gute Organisation. Für den früher in Külsheim wohnenden Extremsportler war es der erste 100-Kilometer-Lauf, den er gleich mit der Silbermedaille krönte. „Als ich in Tauberbischofsheim angekommen bin, hat man mir schon gesagt, dass ich momentan auf Platz zwei sei. Das hat dann nochmal extrem motiviert. Schön war natürlich auch, dass ich hier über Wege gelaufen bin, die ich noch von früher kenne. Das war auch noch einmal ein großer Motivationsfaktor, zu wissen, dass man die Landschaft kennt und das wird hier auch immer ein bisschen zu Hause für mich bleiben.“

Den ersten Platz über 100 Kilometer erlief sich der Schweizer Markus Küng vom TV Niederurnern mit einer Zeit von knappen acht Stunden. Doch geht es bei diesem Ultralauf weniger um die absolvierte Zeit, als vielmehr darum, den eigenen Schweinehund zu überwinden und die Strecke sowohl zu genießen als auch zu schaffen. Hierfür hat Veranstalter Hubert Beck beste Voraussetzungen geschaffen. Mit Hilmar Freundschig, der für das Team Wecki Reisen Boxberg an den Start geht, war auch ein echter Lokalmatador unter den vorderen Läufern. Der Hochhäuser absolvierte die 71-Kilometer-Strecke und schloss diese nach 6:01:46 Stunden mit dem vierten Platz ab.

„Ich bin meine persönliche Bestzeit gelaufen, das ist schon eine hervorragende Zeit. Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich mich um eine knappe Viertelstunde verbessert, damit bin ich sehr zufrieden. Die Strecke ist wirklich optimal ausgeschildert, man kann sich kaum verlaufen und die Streckenverpflegung war auch optimal“, sagte Freundschig. Einzig mit seiner Platzierung war der Hochhäuser Läufer nicht so ganz zufrieden. Vor dem Start meldeten sich einige Läufer auf 71 Kilometer um, die eigentlich die längere Strecke laufen wollten. Dies verwehrte Hilmar Freundschig im Nachhinein den ersten Platz über die Distanz.

Alles in allem war es dann aber ein gelungener Tag. Auch wenn nicht überall Zuschauermengen das Spektakel bewunderten, war die Stimmung doch sowohl bei den Läufern als auch den Helfern über die komplette Strecke weg positiv. Man darf sich also bereits auf den nächsten „Taubertal 100“ Ultramarathon freuen.

Info: Video im Youtube-Kanal der FN und unter www.fnweb.de