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Motorsport Erstmals japanische Hersteller am Start

Hockenheim als Prototyp für neue DTM

Hockenheim.Das Finale in Hockenheim (Rennen am Samstag und Sonntag jeweils um 13.30 Uhr/live bei Sat1) könnte einen Blick in die Zukunft des Deutschen Tourenwagen Masters eröffnen. Mit dem ersten von zunächst zwei geplanten Rennen mit Fahrzeugen der japanischen Super GT rückt auch die Frage nach dem Fortbestand beider Serien in den Mittelpunkt. „Mal schauen, wie sich die ersten beiden gemeinsamen Rennen entwickeln und wie wir dann die nächsten Projekte angehen. Ich würde es als Annäherungsversuch bezeichnen“, sagte DTM-Chef Gerhard Berger vor den letzten Saisonläufen auf dem Hockenheimring.

Sehr viel forscher geht Audi-Motorsportchef Dieter Gass den Gaststart der nach identischem Reglement fahrenden japanischen Hersteller Lexus, Honda und Nissan an. „Wir wollen den Zuschauern einen Vorgeschmack darauf geben, wie wir uns die DTM in Zukunft vorstellen.“

Vorfreude bei Rast und Button

Der bereits als Champion feststehende René Rast freut sich dabei besonders auf das Duell mit Jenson Button, dem Formel-1-Weltmeister von 2009. Der Brite wird im Honda NSX-GT. „Ich habe mich schon das ganze Jahr auf das erste Rennen mit den Japanern gefreut. Jetzt kann ich es richtig genießen. Ich glaube, das wird megacool. Wir haben das erste Mal sechs Hersteller dabei“, sagte Rast, der nach seinem zweiten Championat nach 2017 ohne Druck den 17. und 18. Lauf angehen wird.

Button betrachtet die Rennen auf dem Hockenheimring sowie beim geplanten „Dream-Race“ auf dem früheren Formel-1-Kurs in Fuji Ende November als „eine tolle Chance, gegen Audi und BMW und die Power der DTM anzutreten“.

Für DTM-Boss Berger stehen bei den Vergleichen andere Fragen im Vordergrund. „Mir geht es darum, dass die Japaner, idealerweise in der Zukunft auch Amerikaner oder Australier sich treffen und unter einem gemeinsamen Reglement Rennen austragen“, sagte der frühere Formel-1-Pilot, dem zwischen zwei und fünf Rennen pro Jahr vorschweben. „Und dann kann der nächste Schritt erfolgen“, meint der 60-Jährige zu einer möglichen neuen Serie mit mehreren Herstellern. dpa

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