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Reiten Ahlmann und Dreher teilen sich beim Barrierenspringen den ersten Platz / Foster gewinnt Preis der Stadt Mannheim

Höhenflüge auf dem Maimarkt

Archivartikel

Mannheim.Das Barrierenspringen um den Heinrich-Vetter-Preis hatte mit Christian Ahlmann/Atomic Z (Marl) und Hans-Dieter Dreher/Nadal (Eimeldingen) gleich zwei Sieger, im Preis der Stadt Mannheim dominierte mit Siegerin Tiffany Foster/Victor (Kanada), Jörne Sprehe/Solero (Fürth) und Giulia Martinengo Marquet/Verdine (Italien) ein internationales Amazonentrio. Auch am vorletzten Tag des 55. Maimarkt-Turniers herrschte im MVV-Stadion viel Spannung.

Das Barrierenspringen, bei dem es gilt, sechs in einer Flucht aufgebaute Steilsprünge mit ansteigender Höhe zu überwinden, hat in Mannheim Tradition. Und ist immer ein Spektakel. „Uns macht es großen Spaß und den Pferden auch. Es ist halt mal etwas anderes“, waren sich Ahlmann und Dreher einig – und auch darüber, dass es sowohl für den achtjährigen Atomic Z als auch für den neunjährigen Nadal durchaus noch etwas höher gegangen wäre als die letztlich 2,00 Meter.

Dabei war die Prüfung für Hochsprungspezialisten für beide eine Premiere. „Zwei Meter haben sie noch nie geschafft“, bestätigten der Olympiadritte und Europameister aus Marl Ahlmann und der Nationenpreisreiter aus Südbaden Dreher. Der erste Umlauf verlangte von den zehn Startern Sprünge bis 1,60 m. Das packten neun Starter. Im nächsten Durchgang bis 1,80 m gab es vier Ausfälle, im Stechen bis 1,90 m trat noch ein Quartett an, doch nur Ahlmann und Dreher blieben fehlerfrei.

Atemlose Stille herrschte, als sie die zwei Meter in Angriff nahmen. Jubel brandete auf, als die Pferde die Hindernisse problemlos meisterten. Mit Beifall begrüßte das Publikum den Entschluss der Reiter, sich Platz eins zu teilen. „Atomic ist noch ziemlich unerfahren, aber hochtalentiert. Ich habe schon damit gerechnet, dass er es drauf hat“, sagte Ahlmann. „Ich bin sehr stolz auf Nadal. Er hat erstmals so etwas gemacht – und das überzeugend“, lobte auch Dreher sein Pferd. Für seinen Wallach und Ahlmanns Hengst war der Heinrich-Vetter-Preis das richtige Aufwärmprogramm für den Preis der Stadt Mannheim. Denn sowohl Nadal (5.) als auch Atomic Z (10.) meisterten den Parcours souverän, waren mit 64,31 und 67,45 Sekunden nur ein bisschen zu langsam.

Am schnellsten in nur 61,38 Sekunden durchquerte der Oldie im Feld den Parcours. „Victor ist mit seinen 16 Jahren noch sehr frisch und jugendlich, er hat das wunderbar gemacht“, strahlte die zweifache Olympiateilnehmerin Tiffany Foster und schwärmte vom Maimarkt-Turnier. „Ich bin das zweite Mal hier und ich liebe es. Alles ist hier wundervoll.“

Jörne Sprehe zufrieden

Auch die zweitplatzierte Jörne Sprehe (61,77 sec) hat allen Grund, mit ihren Starts in Mannheim zufrieden zu sein, denn auf ihrem neunjährigen Wallach Solero gewann sie schon den Berrang-Preis. Auch das war – wie der Preis der Stadt Mannheim – eine Prüfung, in der es in einem einzigen Umlauf sofort um alles oder nichts ging; in dem Taktieren auf das Stechen fehl am Platz war.

„Solero ist dafür prädestiniert“, war Sprehe erneut von ihrem wendigen und flinken Pferd begeistert. In 63,51 sec belegte Giulia Martinengo Marquet auf Verdine Rang drei, bester Mann war der frühere Pfungstadter David Will (Damme) auf Qualtinue (4./64,25).