Sport

Immenser Druck

Jürgen Berger zur Situation beim Karlsruher SC

Der Karlsruher SC muss nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga alles auf eine Karte setzen. Die finanzielle Situation und der Stadionneubau machen einen direkten Wiederaufstieg unabdingbar. Dass dabei auch die Einstellung eines neuen Geschäftsführers neben Sportdirektor Oliver Kreuzer hilfreich ist, um sich professioneller aufzustellen, steht außer Frage. Ob allerdings der durch seine Rolle im WM-Skandal nicht unumstrittene Helmut Sandrock diese Aufgabe meistern kann, muss sich zeigen.

Die Hoffnung auf einen gelungenen Neustart in der Dritten Liga ist auf jeden Fall groß. 2500 Fans verfolgten den Trainingsauftakt der Mannschaft von Trainer Marc-Patrick Meister, den eine extrem schwierige Mission erwartet. 21 Spieler haben den Traditionsverein aus der Fächerstadt verlassen, darunter fast die komplette Stammelf.

Doch der neue Kader macht Mut. Die Qualität sollte diesmal, anders als im Vorjahr, gut genug sein, um die Vorgaben erreichen zu können. Im Mittelpunkt stehen das neue Sturmduo Anton Fink und Dominik Stroh-Engel sowie Abwehrchef Kai Bülow, die gemeinsam mit Torhüter Dirk Orlishausen auch als Führungsspieler für ein gutes Mannschaftsklima sorgen sollen.

Dies allein wird jedoch nicht reichen. Wichtig ist neben sportlicher Stabilität auch die nötige Geduld bei der Clubspitze um den wankelmütigen Präsidenten Ingo Wellenreuther, damit trotz des immensen Drucks nach Rückschlägen nicht gleich wieder alle Personalentscheidungen in Frage gestellt werden.

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