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Reiten Dressur-Star holt Platz eins und zwei auf dem Maimarkt

Isabell Werth dominiert Grand Prix

Archivartikel

Mannheim.Mit den Pferden Weihegold, Bella Rose und Emilio belegt Isabell Werth aktuell in der Weltrangliste die Plätze eins, drei und vier. Sogar ihr Oldie Don Johnson ist unter den Top 20 zu finden, ihr Youngster Quantaz, der im Februar sein Debüt gab, steht dagegen erst am Beginn einer vielversprechenden Karriere. Mit dem 17-jährigen Routinier und dem neunjährigen Neuling bot die weltbeste Dressurreiterin aus Rheinberg beim 56. Maimarktturnier quasi das ganze Altersspektrum ihres Stalls auf und überzeugte auf der ganzen Linie. Im mit 30 Startern aus 13 Nationen gut besetzten Vier-Sterne-Grand Prix belegte sie auf Don Johnson Rang eins (74,870 Prozent), dicht gefolgt von Quantaz (74,609). Dritte wurde Dorothee Schneider (Framersheim), die mit dem elfjährigen Pathetique ebenfalls ein international noch unerfahrenes Pferd sattelte.

Lisa Müller lobt Mentorin

Einen beachtlichen sechsten Rang erreichte Werths Schützling Lisa Müller auf Stand by me, einem zwölfjährigen Wallach, der ihr und ihrem Mann, dem Fußballer Thomas Müller, gehört. „Wir werden immer besser, mithilfe von Isabell hat er sich toll weiterentwickelt. Das Potenzial für ein Kaderpferd hat er, aber dazu müssen wir beide einige fehlerlose Turniere reiten. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent“, will Lisa Müller im Grand Prix Special nochmals zulegen.

Doch Mentorin Werth war zufrieden, über ihre eigenen zwei Auftritte sogar glücklich. „Das hat richtig Spaß gemacht“, schwärmte die 49-jährige Werth. „Don Johnsons Karriere neigt sich zwar dem Ende zu, aber er ist immer noch voll motiviert. Mit zwei bis drei schönen Turnieren pro Saison ist er auch nicht überfordert“, freut sie sich nun auf die Kür am Sonntag.

Eine Partnerschaft auf Zeit führt sie mit dem Nachwuchspferd Quantaz, das „irgendwann sicher von seiner Besitzerin Victoria Max-Theurer geritten wird. Ich habe ihn seit Februar. Er ist ein tolles Pferd mit Championatsqualitäten und hat sich fantastisch präsentiert“, lobte Werth. Das soll der Hengst auch heute im Grand Prix Special.

Genauso glücklich wie Werth war Schneider über die Vorstellungen ihrer Pferde. „Rosy war sehr gelassen und bis zuletzt konzentriert“, will sie nun in der Kür ihren Vorjahrestitel verteidigen. Mit dem internationalen Debütanten Pathétique macht Schneider im Grand Prix Special weiter. sd