Sport

Basketball Die Hakro Merlins aus Crailsheim verlieren das Kellerduell gegen Göttingen in eigener Halle mit 63:88

Jetzt hilft nur noch ein Wunder

Archivartikel

Hakro Merlins Crailsheim – BG Göttingen 63:88

(12:21, 16:26, 16:17, 19:24)

Crailsheim: Russell (15 Punkte/davon 2 Dreier), Gay (12), Madgen (8/2), Wysocki (6/2), Neumann (6). Thompson (6/1), Turner (4), Cuffee (4), Herrera (2), Ferner.

Göttingen: Stockton (24/3), Williams (15), Willis (14/2), Mönninghoff (10/1), Lockhart (9), Carter (9), Andric (7/1), Kramer, Haukohl, Grütner Bacoul.

Zuschauer: 2443

Sechs Niederlagen am Stück und das Abrutschen auf Tabellenplatz 17 hatten bei den Hakro Merlins Crailsheim für mächtig Druck gedorgt. Es war waber wohl zu viel Druck. Von Anfang an war die BG Göttingen wacher und landete somit einen Start-Ziel-Sieg. Nie war der Erfolg der Gästem die damit auch in der kommenden Saison in der BBL spielen werden, gefährdet. Durch die 63:88-Niederlage sind dagegen die Chancen auf den Klassenerhalt erheblich gesunken. Das sportliche „Schicksal“ lieg nun nicht mehr alleine in den Händen der Crailsheimer.

Die Gäste fanden in Anwesenheit von NBA-„Legende“ John Stockton, der seinen Sohn Michael in Augenschein nahm, schneller und besser in die Partie und gingen mit 13:5 in Führung. Die Hakro Merlins hatten vor allem mit sich selbst zu kämpfen. Deshalb nahm Tuomas Iisalo nach knapp 4:30 Minuten die erste Auszeit. Doch auch danach bauten die Gäste den Vorsprung weiter aus. Den Crailsheimern unterliefen weiterhin zu viele Fehler. So endete das erste Viertel mit 21:12 für die Gäste.

Auch der zweite Spielelabschnitt begann für Crailsheim alles andere als gut. Michael Stockton ließ, mit zwei Dreiern hintereinander, die Rückstand weiter anwachsen. Bis zur Pause hatte Stockton dann schon 17 Punkte auf seinem Konto. Über 40:23 zog Göttingen bis zum Seitenwechsel auf 47:28 davon.

Zu Beginn der zweiten Hälfte agierten die Zauberer etwas aufgeweckter. Vor allem in der Defense bekamen die Crailsheimer die Gäste besser in Griff, aber konnten den Rückstand nicht entscheidend verkürzen. Immer wieder vergaben die Merlins einfache Punkte und standen sich damit selbst im Weg.

Mit einem 7:0-Lauf eröffneten die Jungs von Tuomas Iisalo die letzten zehn Minuten der Partie und weckten damit ganz kurz Hoffnungen, die sie aber schnell wieder begraben mussten. Die Göttinger wussten gut mit der komfortablen Führung umzugehen, weshalb die Zauberer nach und nach kapitulierten.

Crialsheims Trainer Tuomas Iisalo war nach der Partie natürlich enttäuscht: „Die Göttinger kamen mit einer ganz anderer Intensität raus. Wir liefen ihnen eigentlich das ganze Spiel hinterher. Es war keine Überraschung, was sie gemacht haben, denn es war das Gleiche wie im Hinspiel. Ich dachte wir sind besser vorbereitet, was wir offensichtlich nicht waren.“

Die Merlins liegen in der Tabelle nun zwei Spieltage vor dem Ende der Saison einen Sieg hinter den Eisbären aus Bremerhaven, gegen die sie allerdings den direkten Vergleich verloren haben. Das heißt: Crailsheim muss seine beiden ausstehenden Partien gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Bremerhaven die letzten beiden Spiele verliert. Die Merlins spielen noch bei Science City Jena, das bereits als erster Absteiger feststeht, sowie gegen den Tabellenzweiten Oldenburg (diese Partie findet in Würzburg statt/wir berichteten). Bremerhaven muss noch zu Alba Berlin und zum Mitteldeutschen BC. vb/ptt