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Neueinsteiger Aston Martin von R-Motorsport stellen Konkurrenzfähigkeit unter Beweis / Aufbau der Boliden in Rekordzeit

Kampfansage an die Platzhirsche

Archivartikel

Hockenheim.Ganz ruhig analysiert Florian Kamelger das Auftaktwochenende in der DTM. Für den Chef von R-Motorsport, dem Rennstall, der es geschafft hat, innerhalb von nicht einmal 100 Tagen vier Aston Martin Vantage an den Hockenheimring zu bringen, hätte es kaum besser laufen können. „Mein Puls hatte kurzfristige Ausschläge, war aber grundsätzlich okay“, erklärte der Mediziner, fügte dann aber an: „Ich werde wohl noch eine Nacht brauchen, um zu realisieren, was wir erreicht haben.“

Tatsächlich kann sich sehen lassen, wie es das britisch-schweizerische Team mit Unterstützung der Experten von HWA (früher Partner von Mercedes in der DTM) geschafft hat, den Platzhirschen von Audi und BMW harte Kämpfe zu liefern.

„Die ersten Führungskilometer für Aston Martin und R-Motorsport sind schon etwas ganz Besonderes und Emotionales. Alles in allem war es ein sehr guter Einstand in unser erstes DTM-Wochenende. Wir wissen jetzt, dass wir wettbewerbsfähig sind, das haben die Überholmanöver von Paul, Jake und Dani gezeigt“, lobt Kamelger die Piloten Paul di Resta, Jake Dennis und Daniel Juncadella. Youngster Ferdinand von Habsburg hatte er nicht vergessen. Doch auf den 21-Jährigen wolle man in seinem ersten Tourenwagen-Jahr keinen Druck ausüben.

Besonders beeindruckt war der Teamchef von di Resta. „Es war ein super Timing von Paul, zur richtigen Zeit vor der Safety-Car-Phase die Reifen wechseln zu lassen. Da hat sich Pauls Erfahrung und Rennwitz ausgezahlt.“ Der Schotte fährt mit Unterbrechungen seit 2007 in der DTM und holte 2010 mit Mercedes den Titel.

Weiterer Motivationsschub

Den Weg seines Teams verglich Kamelger mit einer Bergtour. „Wir haben das Basis-Lager erreicht und wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Uns ist aber auch klar, dass der Gipfel noch weit ist und wir eine Menge Arbeit vor uns haben“, sagte der 43-Jährige aus dem Kanton St. Gallen und ergänzte: „Für das Team war es wichtig, zu sehen, dass sich ihre viele Arbeit gelohnt hat. So haben sie einen weiteren Motivationsschub bekommen.“

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