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Eishockey Seider und Bergmann fliegen in NHL-Camps

„Keiner hier weiß, was passiert“

Mannheim.Moritz Seider und Lean Bergmann haben am Freitagabend bei der „Boys are back in town“-Party an der SAP Arena das Bad in der Menge genossen. Ob die Adler-Fans die beiden in der nächsten Saison in Mannheim spielen sehen, steht aber auf einem ganz anderen Blatt. „Keiner hier weiß, was mit ihnen passieren wird“, sagt Adler-Trainer Pavel Gross. „Beide bei uns spielen zu sehen, wäre ein Bonus.“

Eines steht fest: Die Blau-Weiß-Roten müssen ohne das Duo planen, weil die Transferrechte an ihnen bei ihren NHL-Clubs liegen. Zur Erinnerung: Die Detroit Red Wings hatten den 18-jährigen Seider beim Draft Ende Juni in Vancouver an sechster Stelle gezogen und ihn anschließend vertraglich an sich gebunden. Der 20 Jahre alte Bergmann will bei den San Jose Sharks den Sprung in die NHL schaffen, bei denen er einen Dreijahresvertrag unterzeichnete.

Verschiedene Szenarien

„Moritz Seider wird Mitte August nach Detroit fliegen, dann liegt es nicht mehr in unseren Händen“, betont Gross. In Michigan warten auf den Senkrechtstarter, der im Mai bei der WM in der Slowakei bester deutscher Verteidiger war, eine Reihe von Vorbereitungscamps. Erst danach – und wahrscheinlich erst Mitte September – wird sich entscheiden, wie die Red Wings mit ihm planen. Drei Szenarien sind denkbar: Der Club sieht Seider bereit für die NHL, oder er schickt ihn ins eigene Farmteam zu den Grand Rapid Griffins in die American Hockey League – oder zurück nach Mannheim zur weiteren Ausbildung. Ähnlich sieht die Sache bei Bergmann aus: Wie es bei ihm weitergeht, entscheiden die Sharks.

Obwohl derzeit unklar ist, wo Seider und Bergmann landen werden, sieht sich der Deutsche Meister für die nächste Saison gerüstet. „Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft beisammen, die auch in der Champions Hockey League vorn mitmischen kann“, sagt Manager Jan-Axel Alavaara, und Coach Gross betont: „Momentan ist kein weiterer Transfer geplant.“

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