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Tennis Kielerin will ihren Wimbledon-Titel verteidigen

Kerber spürt eine spezielle Energie

Archivartikel

London.Diese Rückkehr nach Wimbledon ist für Angelique Kerber sehr speziell. Als sie erstmals nach ihrem Triumph vor einem Jahr wieder die traditionsreiche Tennisanlage betrat und gleich ein Bild von sich als Vorjahressiegerin sah, tauchten all die Erinnerungen wieder auf. „Es waren auf jeden Fall schöne Emotionen“, sagte die 31-jährige Kielerin.

Mit einem Abzeichen am T-Shirt, das sie jetzt als Mitglied im All England Lawn Tennis and Croquet Club auszeichnet, sprach die Nummer fünf der Welt schmunzelnd, aber auch selbstbewusst über die anstehende Titelverteidigung: „Ich weiß, wie man auf Rasen spielt. Das ist ein bisschen anders als auf Sand, wo ich keine Ahnung habe, wie man darauf spielt. Ich habe dieses Gefühl aufsaugen können.“

Mit den Erfahrungen von 2018 und im außergewöhnlichen Wimbledon-Flair will sie der schwierigen Auslosung nach den wechselhaften vergangenen Monaten trotzen und sich einen Weg zum Titel bahnen. „Hier fühlt man eine komplett andere Energie“, sagte die Mitfavoritin.

Am Dienstag gegen Maria

Schnell wanderten ihre Gedanken nach ihrem verlorenen Endspiel von Eastbourne zum in der neuen Woche beginnenden Grand-Slam-Turnier. Auch davon, dass sie beim 1:6, 4:6 gegen die Weltranglistendritte Karolina Pliskova am Samstag weitgehend chancenlos war, ließ sie sich ihre Zuversicht nicht nehmen. Ungewohnt offen ging Kerber mit ihren Ambitionen um: „Ich will meinen Titel verteidigen. Das ist mein großes Ziel“, sagte sie. Am Montag hat Kerber – anders als Alexander Zverev als großer deutscher Hoffnungsträger bei den Herren – noch einen Ruhetag. Wie traditionell üblich hat die Titelverteidigerin am Dienstag die Ehre, das erste Spiel auf dem Centre Court zu bestreiten.

Für die Auftaktpartie gegen die Schwäbin Tatjana Maria wird Kerber also zurückkehren auf den weltweit berühmtesten Platz, der wie kein anderer mit deutschen Tennis-Erfolgen verknüpft bleibt. Am 14. Juli 2018 kürte sich Kerber hier zur ersten deutschen Wimbledonsiegerin seit Steffi Graf 1996. An den Matchball gegen Serena Williams erinnert sie sich ebenso liebend gern zurück wie daran, die Trophäe in den Händen zu halten. dpa