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Tennis Deutsche Aushängeschilder erreichen bei den US Open im Gleichschritt die dritte Runde / Auch Kohlschreiber weiter

Kerber und Zverev gehen in New York voran

Archivartikel

New York.Angelique Kerber musste trotz der Hitze von New York zittern, Alexander Zverev kam erneut nicht mehr als nötig ins Schwitzen. Die beiden besten deutschen Tennisprofis haben bei den US Open gestern kurz nacheinander die dritte Runde erreicht. Wimbledonsiegerin Kerber brachte sich beim 6:2, 5:7, 6:4 gegen die Schwedin Johanna Larsson nach zwei vergebenen Matchbällen noch an den Rand des Ausscheidens. „Wir haben beide vom ersten Punkt an auf hohem Niveau gespielt, am Ende ging es nur noch Punkt für Punkt“, sagte Kerber. „Hier ist es immer ein Kampf mit den Bedingungen. Aber für diese Matches mit diesen Emotionen spielen wir.“

Der Weltranglisten-Vierte Zverev zog mit dem 6:4, 6:4, 6:2 gegen den Franzosen Nicolas Mahut dagegen souverän zum ersten Mal in die Runde der letzten 32 ein, in der ein deutsches Duell auf ihn wartet: Philipp Kohlschreiber setzte sich in vier Sätzen gegen den Australier Matthew Ebden durch.

Gegen Mahut hatte Zverev nie Probleme. Als er im zweiten Satz einen 4:2-Vorsprung einbüßte, legte er sofort ein Break nach. Die Partie war nach 1:48 Stunden beendet. „Ich bin sehr glücklich, in der dritten Runde zu sein. Das ist das Grand-Slam-Turnier, bei dem ich in der Vergangenheit ein paar Probleme hatte“, sagte er nach seinem Erfolg.

Kerber setzte sich nach drei klaren Siegen gegen Larsson auch im vierten Vergleich der beiden 30-Jährigen durch. Allerdings verspielte sie im zweiten Durchgang eine 5:2-Führung und konnte beim 5:3 die ersten Matchbälle nicht nutzen. Nächste Kontrahentin der US-Open-Siegerin von 2016 ist am Samstag die ehemalige Australian-Open-Finalistin Dominika Cibulkova aus der Slowakei, im direkten Vergleich heißt es 7:5 für Kerber. „Es wird ein gutes Match, ich freue mich darauf, gegen sie zu spielen“, sagte Kerber.

Zittern bis zum Schluss

Zur Mittagszeit dauerte es im riesigen Arthur-Ashe-Stadium einige Spiele, bis die Norddeutsche Betriebstemperatur erreichte. Larsson hielt von der Grundlinie gut dagegen, Kerber war manchmal ein bisschen zu passiv, profitierte aber dafür von Fehlern der Nummer 82 der Weltrangliste, die in diesem Jahr das Turnier in Nürnberg gewann. Bei erneut mehr als 30 Grad schien beim Stand von 5:2 im zweiten Satz alles klar zu sein, doch Larsson riskierte nun mehr als Kerber und belohnte sich: Die ersten beiden Matchbälle beim 5:3 wehrte sie ab und schaffte dann sogar den Satzausgleich.

Bei einer zehnminütigen Pause in der Kabine hatte Kerber Gelegenheit, sich zu sammeln. Mit einem Break gelang ihr das 2:1, doch Larsson wollte ihre große Chance nutzen und machte längst nicht mehr so viele Fehler wie anfangs. Die deutsche Nummer eins konnte gegen die exzellente Doppelspielerin oft nur reagieren und wirkte verunsichert.

In der mittlerweile gut gefüllten Arena packte die Linkshänderin aber wie so oft noch einmal ihren Kampfgeist aus. Larsson schenkte ihr mit einem Doppelfehler das 5:4. Nach 2:23 Stunden nutzte Kerber ihren dritten Matchball schließlich zum Einzug in die dritte Runde. dpa