Sport

Fußball Brutales Foul erhitzt die Gemüter

Kimmich trotzig

Dortmund.Joshua Kimmich zeigte sich uneinsichtig. „Ich war sauer, dass ich Gelb bekommen habe“, sagte der Nationalspieler vom FC Bayern und fügte hinzu: „Wenn ich Rot bekommen hätte, hätte ich wahrscheinlich getobt.“ Unterstützung erhielt Kimmich (24) vom Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der erklärte: „Ich hätte nicht mal eine Gelbe Karte gegeben.“

Mit dieser Meinung standen die beiden Bayern aber ziemlich allein da. Die Mehrheit hielt Kimmichs Tritt an der Außenlinie gegen Dortmunds Jadon Sancho im Supercup für rotwürdig. Als „dunkelrot“ stufte ihn gar Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer als Experte der „Bild am Sonntag“ ein. Und BVB-Manager Michael Zorc sagte zu „Funke Sport“: „Er tritt ihm mit Absicht auf den Fuß und der Tritt geht in Richtung Knöchel. Es kann keine andere Entscheidung als Rot geben.“

Den Vorsatz bestreitet Kimmich allerdings. „Das sieht vielleicht schlimm aus, aber es war gar keine Absicht. Und das wäre ja auch pure Dummheit gewesen, weil jeder hinguckt.“ Das tat auch Video-Assistent Robert Schröder, der Schiedsrichter Daniel Siebert aber keinen Hinweis gab. „Unverständlich“ war das für Kinhöfer. Und für Zorc: „Da kann man 35 Seminare bekommen, in dem Moment, in dem das so bewertet wird, braucht man den Videoschiedsrichter nicht.“ dpa

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