Sport

Schwimmen Bei Kurzbahn-DM Bestzeit über 1500 Meter

Köhler feiert Weltrekord

Archivartikel

Berlin.Die neue Weltrekordlerin Sarah Köhler und Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock machen Lust auf Olympia. Das herausragende Paar des deutschen Schwimmens nährte bei den nationalen Kurzbahnmeisterschaften die Hoffnungen auf ein Ende der seit 2008 andauernden Medaillenflaute in olympischen Becken.

Gut acht Monate vor den Spielen in Tokio beeindruckte Köhler sich und die Konkurrenz in Berlin mit ihrer Fabelzeit von 15:18,01 Minuten über 1500 Meter Freistil auf der 25-Meter-Bahn und setzte ihre imposante Entwicklung der letzten Monate fort. Wellbrock freute sich über einen Titel-Hattrick.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich die zwei Buchstaben „WR“ hinter meinem Namen mal sehen werde“, sagte die 25-Jährige, die ihren Eltern auf der Tribüne nach dem Rennen am Samstag fröhlich zuwinkte und sich bei der Siegerehrung von den Fans in der Halle mit tosendem Applaus feiern ließ.

Olympia als Bewährungsprobe

1,7 Sekunden war Köhler, die bis 2018 am Olympiastützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg trainierte, schneller als die Spanierin Mireia Belmonte bei ihrer alten Kurzbahn-Bestmarke fast fünf Jahre zuvor. Sie ist die einzige deutsche Schwimmerin, die sich aktuell Weltrekordlerin nennen darf. Bei den Männern hält Paul Biedermann Bestmarken auf der Lang- und Kurzbahn für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV). Köhlers zweiter Platz am Sonntag im Rennen über 400 Meter, in dem ihr Isabel Gose in 3:58,91 Minuten den deutschen Rekord abjagte, tat ihrer guten Laune keinen Abbruch. Köhlers Konzentration gilt den längeren Distanzen.

Die Hessin könnte zur Profiteurin des neuen Olympia-Wettbewerbs werden. „Ich bin sehr froh darüber, dass die 1500 Meter Freistil in Tokio erstmals zum olympischen Programm gehören werden“, sagte sie über die Distanz, die sich immer mehr als ihre Paradestrecke herauskristallisiert. Köhler weiß aber auch: Die schier übermächtige fünfmalige Olympiasiegerin Katie Ledecky aus den USA und die Italienerin Simona Quadarella sind dann richtig große Gegnerinnen. dpa

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