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Motorsport Einsätze wirbeln DTM-Fahrerfeld durcheinander

Kritik an Safety Car wächst

Archivartikel

Nürnberg.Der häufige Einsatz des Safety Cars in dieser Saison des Deutschen Tourenwagen Masters erhitzt die Gemüter. DTM-Boss Gerhard Berger ist ein Verfechter dieser Variante nach einem Rennunfall. „Das Safety Car finde ich gut. Nicht so gut ist es, wenn es bereits in den ersten zwei Runden ausrücken muss“, sagte der frühere Formel 1-Pilot am Rande des DTM-Rennwochenendes auf dem Norisring.

In bisher acht Läufen kam das Safety Car immerhin vier Mal zum Einsatz – und wirbelte das Feld durcheinander. Audi-Pilot René Rast profitierte davon am Samstag. Der Mindener, der am Start sein Fahrzeug abgewürgt hatte und als Letzter dem Feld hinterherfuhr, absolvierte bereits in der dritten Runde seinen Pflichtstopp, kurz bevor das Safety Car zum Einsatz kam. Mit frischen Reifen konnte er mit hoher Geschwindigkeit zum hinter dem Safety Car fahrenden Feld aufschließen und anschließend souverän den dritten Saisonsieg einfahren.

Zweiter Pflichtstopp als Vorschlag

Angesichts solcher taktischen Spielchen, bei mit dem Einsatz des Safety Cars gepokert wird, kritisierte BMW-Motorsportchef Jens Marquardt das häufige Ausrücken des Wagens. „Jedes Mal wurde das Feld auf den Kopf gestellt. Für die Fans ist das nicht unbedingt eine tolle Geschichte“, sagt Marquardt, „mal mit einem Gamble durchzukommen ist okay, aber nicht für die Hälfte aller Rennen.“

Alternativen wie eine Slow Zone oder ein virtuelles Safety Car sind für Berger „eine Katastrophe“. Marquardt könnte sich einen zweiten Pflichtstopp vorstellen. Er forderte den Motorsportverband DMSB auf, an neuen Lösungen zu arbeiten. Einigkeit herrschte in einem Punkt: Die Sicherheit auf der Strecke muss gewährleistet sein. dpa