Sport

Antidoping

Kritik an Selbstkontrolle

Archivartikel

Berlin.Die Nationale Antidoping-Agentur hat die Dopingkontrollen bei der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft wegen „enormer Interessenkonflikte“ kritisiert. „Der Sport kontrolliert sich hier wieder selbst, davon wollen wir wegkommen“, sagte die NADA-Vorsitzende Andrea Gotzmann bei der Vorstellung des Jahresberichts gestern in Berlin. „Die Antidoping-Arbeit muss von unabhängigen Einrichtungen durchgeführt werden.“ Der Weltverband FIFA übernimmt bei der WM in Russland die Dopingverfahren wieder selbst.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte am Montag in Zürich gesagt: „Wenn es um das Thema Doping geht, haben wir alles getan, was wir tun konnten. Test und Re-Test, doppelte Tests und noch mal Tests – und die Kontrolle der Proben und Behälter. Alles in Kooperation mit der Welt-Antidoping-Agentur.“ Auch der Deutsche Fußball-Bund überlässt im Unterschied zu mehr als 40 anderen Spitzenverbänden des deutschen Sports die Sanktionierungen nicht der NADA.