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Fußball Ex-Nationalspieler verleiht Union neuen Glanz

Kruse zeigt seine Klasse

Archivartikel

Sinsheim.Der Lebemann Max Kruse und der Arbeiterverein aus Köpenick – mit dem Bundesliga-Rückkehrer und dem 1. FC Union Berlin haben sich offensichtlich zwei gefunden. Der 32 Jahre alte Neuzugang der Eisernen war beim 3:1 (0:0)-Sieg bei der TSG Hoffenheim der gefeierte Mann und verhilft dem Abstiegskandidaten zu ungewohnter spielerischer Klasse. Trainer Urs Fischer hätte seinen Matchwinner am liebsten gar nicht mehr losgelassen. Der 54 Jahre alte Schweizer drückte den Angreifer nach dem Montagabendspiel in der Fußball-Bundesliga ausgiebig und beide strahlten sich an.

Als Tabellensiebter steht Union so gut da wie noch nie und plötzlich dort, wo der strauchelnde Lokalrivale Hertha BSC so gerne hin will. Auf einem Rang, der nach Europa führen könnte. Sein Punktepolster kann Union am Samstag gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld weiter aufbessern. „Der Max ist auf dem richtigen Weg. Ich glaube, er ist noch nicht da, wo er hin will, aber er arbeitet daran“, sagte Fischer nach dem fünften ungeschlagenen Spiel in Serie und dem höchsten Auswärtssieg im Oberhaus.

Positive Schlagzeilen

Kruse verschwand im vergangenen Jahr vom Bundesliga-Radar nach seinem Wechsel von Werder Bremen zu Fenerbahçe Istanbul, dort war er lange verletzt und kehrte nach einem Gehaltsstreit nach Deutschland zurück. Mit seinen privaten Eskapaden hatte der Ex-Nationalspieler in den vergangenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt – in Sinsheim zeigte er, was für ein klasse Fußballer er immer noch ist.

Mit einem verwandelten Foulelfmeter (60. Minute) und zwei Torvorlagen glänzte Kruse im leeren Stadion von Sinsheim. „Er hat brutale Erfahrung und bringt Ruhe rein“, lobte Sebastian Griesbeck seinen Kollegen. Die Eisernen haben ihre bisher schlichte, aber oft effektive Spielweise im zweiten Jahr im Oberhaus ihrem Neuzugang schnell angepasst. „Ich bin sehr glücklich. Aber es kann noch besser werden“, meinte Max Kruse. dpa

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