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Eishockey DEL erteilt Lizenz nur bei geringen Spielergehälter

Kürzungen für Profis verpflichtend

Archivartikel

Neuss.Um die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten, müssen die Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre Spieler-Gehälter um 25 Prozent reduzieren. Auf eine entsprechende Regelung einigten sich Vereine angesichts der wirtschaftlichen Bedrohung durch die Corona-Krise. „Bestandsverträge sollen so geändert werden, dass 25 Prozent des Gehalts von einer garantierten Zahlung in eine Variable umgewandelt werden. Für Neuverträge soll das direkt so festgehalten werden“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Freitag.

Die freiwillige Zustimmung etlicher Spieler wird somit zur Voraussetzung. Selbst wenn diese auch ohne Senkung einen ausgeglichenen Haushalt nachweisen könnten, würde demnach ohne Zustimmung der Spieler die Lizenz verweigert.

Prüfung am 24. Mai

„Ohne diese Maßnahme werden wenige den Plan ausgeglichen gestalten können“, sagte Tripcke. Viele Clubs sind in Not und haben Probleme, Sponsorenverträge zu fixieren. „Das gilt für fast alle Clubs“, sagte Tripcke, der für die Lizenzprüfung am 24. Mai zunächst mit einer „normalen Saison“ ab 18. September plant. „Dabei rechnen wir noch nicht mit Alternativkonzepten. Aber wir wollen natürlich keine Lizenzprüfung machen und einfach alle durchwinken. Gerade jetzt müssen wir ja noch vorsichtiger sein.“

Dass die Freiwilligkeit der Spieler heikel ist, ist der Liga bewusst. „Aber wenn die Spieler ‘nein’ sagen, schaden sie ihren Clubs“, meinte Tripcke. „Klar ist: Es geht jetzt schon ans Eingemachte. Wir wollen alle 14 Clubs wirtschaftlich gesund in die neue Saison bekommen.“ dpa

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