Sport

Nachruf Rolf Dieffenbach tödlich verunglückt

Legende des Motocross

Archivartikel

Der frühere Motocross-Fahrer Rolf Dieffenbach (68) hatte am Sonntag einen tödlichen Motorrad-Unfall. Bei einer Tour mit Freunden in Oberösterreich wurde ihm am eigenen Zweirad austretendes Getriebeöl zum Verhängnis. Er rutschte mit seiner Maschine weg, wurde gegen einen Leitplankenpfosten geschleudert und starb beim Aufprall.

In den 1980er Jahren schrieb der „Bär von Widdern“, wie er aufgrund seiner für Motocross-Piloten eher ungewöhnlichen Statur genannt wurde, Sportgeschichte.

Er war einer der Pioniere in der Professionalisierung dieses Sports. Als Werksfahrer für Kawasaki (1978 und 1979), Honda (1980 bis 1982) und Maico (1983) holte er nicht nur dreimal die Deutsche Meisterschaft der 250-Kubik-Klasse, sondern fuhr auch in der Weltmeisterschaft vorne mit. Die beste Platzierung hatte er 1981 mit dem vierten WM-Platz – stets als Fahrer des MSC Schefflenz am Start.

Als Deutscher Vizemeister beendete er seine Profi-Karriere und übernahm den Installationsbetrieb seines Vaters in Widdern (bei Heilbronn). Die Leidenschaft für Motorräder ließ ihn bis zu seinem Tod nicht los. ts