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Basketball Crailsheim spielt heute in Chemnitz / Stimmung als Vorgeschmack

Letzter „Test“ vor den Playoffs

Archivartikel

Zum letzten Hauptrundenspiel der Saison 2017/18 gastieren die Crailsheim Merlins bei den Niners Chemnitz. Für die „Zauberer“ ist die Partie heute die letzte Gelegenheit, für die Playoffs auf Betriebstemperatur zu kommen. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Muster ohne Wert? Mitnichten! In der Richard-Hartmann-Halle in Chemnitz dürfte auch nach dem Ende der Playoff-Träume die dort gewohnt hitzige Atmosphäre auf die Merlins warten. „Die Halle ist immer ausverkauft. Das wird ein Vorgeschmack darauf, was uns auswärts auch in den Playoffs erwartet“, meint Sportdirektor Ingo Enskat.

Merlins-Headcoach Tuomas Iisalo ist froh über den Spielplan zum Saisonende mit den Partien gegen Hanau und in Chemnitz: „Wir wollen unseren Rhythmus behalten, und Chemnitz wird uns das auch abverlangen. Sie werden ihren Fans einen positiven Abschluss bieten wollen.“

Große Veränderungen in der Spielweise seien nun nicht mehr zu erwarten, nach wie vor gehe es aber um den Verbesserungsprozess. „Wir denken nach wie vor von Spiel zu Spiel und nicht an irgendetwas, das in der Zukunft liegt“, so der Finne weiter. Für Trainer und Spieler liegt der Fokus damit einzig und allein auf Chemnitz. Die Sachsen beenden am Samstag eine sehr durchwachsene Saison, in der sie deutlich hinter den Leistungen der Vorsaison zurückblieben. Seinerzeit schrammten die „Niners“ hauchdünn am Aufstieg in die Bundesliga vorbei, als sie nach einer 2:0-Führung im Halbfinale gegen die „Crailsheimer Nemesis“, die Rockets aus Erfurt, in der Serie „best-of-five“ noch mit 2:3 den Kürzeren zogen. In dieser Saison kam das Team von Headcoach Rodrigo Pastore kaum in Tritt, konnte unter anderem den Abgang von Guard Chris Carter sowie die Verletzung von Center Joe Lawson nur schlecht kompensieren.

Besser in zweiter Saisonhälfte

„In der zweiten Saisonhälfte hat Chemnitz aber eine deutlich aufsteigende Tendenz gezeigt.“ Diese Aussage von Ingo Enskat kommt nicht von ungefähr, durften die „Niners“ doch bis zum vergangenen Spieltag noch von einer gelungenen Aufholjagd in Richtung Playoffs träumen. Eine bittere 73:90-Niederlage in Nürnberg beendete aber die Hoffnungen der Fans jäh. Anders als die Akteure auf dem Feld dürfen die Merlins-Fans an diesem Wochenende auch den einen oder anderen Blick in andere Hallen der 2. Basketball-Bundesliga werfen. Schließlich ist im Kampf um die letzten Playoff-Plätze und damit um den Erstrundengegner der Merlins das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Momentan steht Hagen als Tabellensiebter und designierter Kontrahent im Viertelfinale auf dem Tableau, doch mit dem Auswärtsspiel bei den RheinStars Köln wartet noch eine schwere Aufgabe auf die Westfalen. Brisant wird es dann bei den Duellen Ehingen gegen Hanau und Kirchheim gegen Baunach, in denen jeweils ein Team noch um den letzten Playoffplatz kämpft (Hanau, Kirchheim), während die jeweiligen Gegner das Fernduell um den Klassenerhalt austragen (Ehingen, Baunach). Mit einem Sieg in Köln bliebe Hagen definitiv Siebter, bei einer Niederlage und gleichzeitigen Erfolgen von Hanau und Kirchheim würde es zu einem Dreiervergleich kommen, der die White Wings aus Hanau auf Rang sieben spült. cm