Sport

Leichtathletik In Würzburg sichern sich Friederike Schoppe aus Frankfurt und Marius Mayer aus Untereisesheim den Sieg

Lokalmatador siegt beim Marathon

Beim 17. Würzburger iWelt-Marathon stand ein Lokalmatador ganz oben auf dem Siegertreppchen: Marius Mayer aus Untereisenheim im Landkreis Würzburg ging bei seiner Marathon-Premiere nach 2:41:20 Stunden mit über zehn Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten durchs Ziel.

Seit die Organisatoren sich vor einigen Jahren entschieden haben, auf Antrittsgelder und Siegprämien zu verzichten, schreibt der Würzburg-Marathon immer wieder solche Geschichten: Anstelle von unbekannten Athletinnen und Athleten aus Afrika nutzen deutsche Frauen und Männer die Chance, bei einem Großereignis mit mehreren tausend Teilnehmern ganz vorne dabei zu sein – so auch dieses Mal: Mit Marius Mayer gewann ein Würzburger bei den Männern, bei den Frauen ließ die Frankfurterin Friederike Schoppe der Konkurrenz keine Chance. Für die erfahrene Marathon-Läuferin war es der zweite Lauf in Würzburg: Vor zwei Jahren belegte sie im strömenden Regen Rang drei, am Sonntag strahlte sie beim Zieleinlauf als Erstplatzierte mit der Sonne um die Wette, schließlich war es ihr erster Sieg bei einem Marathon.

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, das man gar nicht beschreiben kann“, sagte die 41-Jährige. Dass sie dieses Mal nicht wie 2016 unter drei Stunden bleiben konnte, trübte ihre Freude nicht: Ihre Zeit von 3:02:09 Stunden war die achtschnellste der knapp 400 Marathon-Läuferinnen und -Läufer. Platz zwei belegte Julia Roth vom TV Schweinheim mit gut acht Minuten Rückstand.

Keine Probleme mit den hohen Temperaturen hatte Marius Mayer, der nur eine Woche nach einem souveränen Sieg beim Halbmarathon in Schweinfurt auch bei seinem ersten Rennen über die Marathon-Distanz die Konkurrenz deutlich distanzieren konnte. „Mein Fokus lag eigentlich auf dem Main City Run, aber dann habe ich beim Training gemerkt, dass es mich zu den längeren Distanzen zieht“, sagte der 29-jährige Grundschullehrer

Insgesamt waren am Marathon-Sonntag rund 2800 Läuferinnen und Läufer am Start – mit knapp 1800 die meisten davon im Halbmarathon. Dass die Teilnehmerzahlen trotz einer Erhöhung der Startgebühren stabil geblieben sind, ist für Günter Herrmann „ein Stück Wertschätzung. Wir machen eine schöne Veranstaltung, und die Leute merken, dass sie das Geld wert ist.“