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Tischtennis Beide deutschen Teams spielen bei der Mannschafts-WM in Schweden um die Medaillen

Männer feiern Gruppensieg, zwei Erfolge für Frauen

Archivartikel

Halmstad.Timo Boll und Co. stehen bereits im Viertelfinale. Und auch die Frauen haben durch zwei Siege in nur neun Stunden die K.o.-Runde erreicht. Die deutschen Tischtennis-Stars haben bei der Mannschafts-WM in Schweden ihren bislang erfolgreichsten Tag erlebt.

Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska gewannen auch gegen Hongkong mit 3:1 und stehen nach dem vierten Sieg im vierten Spiel schon vor der letzten Vorrunden-Partie gegen Slowenien als Gruppensieger fest. Platz eins in der Gruppe A gibt dem Team von Bundestrainer Jörg Roßkopf die Garantie, dem Topfavoriten China bis zu einem möglichen Endspiel am Sonntag aus dem Weg gehen zu können. „Wir haben unser Ziel erreicht. Das Achtelfinale können wir als Gruppenerster überspringen. Das beschert uns am Donnerstag einen freien Tag, der uns in unserer Situation gut tut“, sagte Roßkopf.

Die Pause könnte vor allem zwei Spielern helfen: Dem bislang so starken Franziska, der gegen Hongkong eine Oberschenkel-Verletzung erlitt. Und dem Weltranglisten-Dritten Ovtcharov, der trotz seines Trainingsrückstands schon vier WM-Spiele in drei Tagen gewann.

Patrick Franziska lieferte dem Weltranglisten-Siebten Wong Chun Ting ein Duell auf Augenhöhe, verlor aber knapp mit 2:3 Sätzen und musste sich im fünften Satz behandeln lassen. „Dem Oberschenkel geht es glücklicherweise etwas besser, als es sich zunächst angefühlt hat“, sagte der Bundesliga-Profi des 1. FC Saarbrücken. „Wahrscheinlich ist es eine leichte Zerrung oder Verhärtung. Ich bin optimistisch, dass unsere medizinische Abteilung das bis Freitag in den Griff bekommt.“

Die deutschen Frauen mussten nach ihren knappen Niederlagen gegen Hongkong und Südkorea unbedingt gegen Luxemburg und Thailand gewinnen, um noch Gruppendritter zu werden. Dem 3:0 gegen den kleinen Nachbarn am Vormittag folgte dann ein 3:1 gegen die bis dato punktgleichen Thailänderinnen am Abend. „Wir standen schon unter Druck“, sagte Sabine Winter.