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Fußball Mainz geht beim 0:1 gegen Gladbach leer aus

Mal wieder die Belohnung vergessen

Mainz.Sandro Schwarz fühlt sich wie in einer Endlosschleife. „Es nervt gewaltig“, polterte der Trainer des FSV Mainz 05 nach der unnötigen 0:1-Niederlage in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach. „Aus dem Spiel darfst du nie ohne Punkte rausgehen. Die Mannschaft belohnt sich nicht für den Aufwand, den sie betreibt. Die anderen stehen da drüben und freuen sich wie die Bekloppten“, sagte Vereinsboss Stefan Hofmann. Auch Rouven Schröder war bedient. „Der Frust ist maximal“, erklärte der Sportchef kopfschüttelnd.

Fünf der letzten sechs Pflichtspiele haben die 05er verloren. Nicht weil sie mit Ausnahme des 1:5 gegen Leverkusen haushoch unterlegen wären. In der Defensive gab es immer mindestens einen Fehler zu viel, die Offensive blieb ohne Durchschlagskraft. Das sind die Gründe für die Ergebniskrise. Die Verlängerung ist nicht ausgeschlossen. Müssen doch die Mainzer auswärts gleich doppelt ran. Erst bei Spitzenreiter Bayern München, dann im hohen Norden bei Werder Bremen.

„Wir haben genauso viele Punkte geholt wie zum gleichen Zeitpunkt in der Rückrunde der letzten Saison“, sagte Schwarz. Das stimmt und ist doch Augenwischerei. Weiterentwicklung sieht anders aus. 30 Punkte sind auf dem Konto. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt weiter elf Punkte. Ein sanftes Ruhekissen? Beileibe nicht. Wie ein großer Vorsprung in kurzer Zeit verspielt werden kann, hat der ehemalige Tabellenführer Borussia Dortmund eindrucksvoll vorgemacht.

Nach der Dreifach-Chance der Borussen zu Beginn der Partie reichte Gladbach vor 30 405 Zuschauern eine Standardsituation, die Nico Elvedi (63. Minute) konsequent nutzte und damit die vier Spiele anhaltende Sieglosigkeit des Tabellenvierten beendete.

„Nach dem Gegentor war es eine mentale Geschichte. Das geht dann vom Kopf in die Beine. Dann hat man gemerkt, dass dem einen oder anderen die Körner gefehlt haben“, stellte der nach Krankheit in die Startelf zurückgekehrte Daniel Brosinski nüchtern fest. Das Lob von Gladbachs Trainer Dieter Hecking („Mainz hat das richtig gut gemacht und uns viel beschäftigt. Eine richtig gute Entwicklung“) schmeckte bitter. dpa