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Basketball Ingo Enskat über Crailsheims Saisonziele in der BBL

„Mit besseren“ Bedingungen“

Eine Woche bevor die „Hakro“ Merlins in die Vorbereitung starten, haben wir uns nochmal mit dem Sportlichen Leiter Ingo Enskat über Neuzugänge, die Spieltagsterminierung und die Saisonziele unterhalten.

Herr Enskat, die Saisoneröffnung steht vor der Tür, wie aufgeregt sind Sie schon?

Ingo Enskat: Ich glaube, aufgeregt ist das falsche Wort, es ist mehr Vorfreude. Durch die tolle letzte Saison in der ProA hast du es dir verdient, wieder in der BBL zu sein. Jeder weiß, es wird jetzt eine noch größere Herausforderung werden als letztes Jahr. Aber es überwiegt die Vorfreude auf dem höchsten Level, das man in Deutschland spielen kann, dabei zu sein. Gegen Teams wie Alba, München oder Bamberg zu spielen. Das sind natürlich Hausnummern, auf die man sich freut.

Nächste Woche ist Saisoneröffnung, wie sieht die Vorbereitung aus?

Enskat: Die ersten ein, zwei Tage sind mehr oder minder fürs Team, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Damit die Jungs was zusammen machen. Am Mittwoch haben wir unser öffentliches Training, wozu jeder eingeladen ist. Hier sieht man zum ersten Mal die Mannschaft live. Außerdem sind in den ersten zwei Wochen immer viele Medizinchecks. Anschließend geht es relativ zügig. Am 22. August haben wir unser erstes Testspiel daheim gegen Ehingen. Das ist so ein Aufgalopp, um zu sehen, wie die Jungs gegen einen Gegner agieren, ohne dass schon viele Grundlagen gelegt sind. Danach geht es weiter ins Trainingslager in Belgrad, zu einem Turnier in Frankreich, danach geht es im Prinzip schon zügig hintereinander weg.

Die Konkurrenz verstärkt sich munter, bei den „Hakro“ Merlins hingegen fehlen noch drei Spieler, wie ist der Stand der Dinge?

Enskat: Wir sind momentan in sehr engem Kontakt mit einem Spieler für die Position 2/3. Wenn alles funktioniert, werden wir den bis zum Beginn der Vorbereitung da haben. Auf der Center-Position haben wir ein, zwei Optionen. Da checken wir, ob das was sein kann. Meistens sind die letzten Gespräche viel ums Geld. Ein bis zwei neue Spieler sehen wir also vielleicht schon beim ersten öffentlichen Training. Aber selbst wenn es nicht bis dahin klappen sollte, denke ich, geht es darum, die richtigen Spieler zu holen und die verpflichte ich dann lieber später, wie letztes Jahr mit Sherman oder mit Frank, als dass ich jetzt in einer Kurzschlussreaktionen irgendjemand noch hole. Da nutzen wir lieber die Zeit. Ich glaube, das Geld wird mehr wert innerhalb der Vorbereitung. Dann werden die Spieler auch realistischer und wissen so eine gute Situation wie bei uns zu schätzen.

Das erste Saisonspiel findet am Freitag, 29. September, in Bremerhaven statt, was ist Ihre Meinung zur Terminierung?

Enskat: Ich freue mich einfach darauf. Für mich als Bremer gleich das Derby gegen den kleinen Klub vor der Haustür. Es ist zwar am Freitag, aber das ist Profisport, da suchst du dir das nicht aus. Ich glaube, das wird ein toller Auftakt und auch kein unwichtiges Spiel, weil es zwei Mannschaften sind, die nicht ganz oben mitspielen werden. Wenn du da mit einem Sieg startest, wäre das sowohl für uns, als auch für Bremerhaven eine tolle Sache.

Eines der größten Highlights der letzen Jahre war immer das Weihnachtsspiel kurz vor Weihnachten. Diese Saison gibt es leider keines, wie haben Sie das aufgenommen?

Enskat: Mal gucken, ob da noch was kommt. Wenn es nicht dieses richtige Datum gibt wie sonst, dann wird ein anderes Spiel für uns den Charakter haben, das in der Weihnachtszeit liegt.

Was sind die Ziele für diese Saison?

Enskat: Jeder weiß – und ich auch – das Ziel ist der Klassenerhalt. Man sollte sich vielleicht aber nicht nur darüber definieren, jetzt krampfhaft zu sagen, dieser 16. Platz. Man sollte auch mal etwas weiter nach vorn träumen.

Was macht Hoffnung, dass es in dieser Erstligasaison besser läuft als in der letzten?

Enskat: Ich glaube du lernst immer dazu, du analysierst, was hat nicht funktioniert. Außerdem denke ich, dass wir uns als Verein weiterentwickelt haben. Wir haben von den gesamten Strukturen her bessere Rahmenbedingungen. Wir haben ein größeres Trainerteam, haben mit Tuomas einen sehr guten Trainer und eine Mannschaft, bei denen jetzt schon die Hälfte ungefähr diesen Verein kennt. Wir haben dieses Jahr eine Mannschaft, die schon zusammengeschweißt ist. Ich glaube, das ist eine wichtige Voraussetzung.