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DEL-Halbfinale Nach gedrehter Serie gegen Ingolstadt gehen die Kölner Haie mit frischem Selbstvertrauen ins Duell mit den Adlern Mannheim

Moritz Müller: „Kein Team spielt gerne gegen uns“

Archivartikel

Mannheim/Köln.Das Halbfinale soll für die Kölner Haie und die Augsburger Panther noch lange nicht der Schlusspunkt sein. Mit dem Extrakick aus ihren nervenaufreibenden Erfolgen in den siebten Viertelfinalspielen fühlen sich die Außenseiter bereit für den erhofften Coup: In den am Dienstag beginnenden Halbfinalserien wollen Köln und Augsburg das von vielen erwartete Play-off-Finale zwischen Mannheim und München noch verhindern.

„Ich glaube, dass kein Team gerne gegen uns spielt“, sagte der Kölner Moritz Müller zum gestiegenen Selbstvertrauen der Haie. „Man hat in dieser Serie gesehen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind.“ Nur zwei Tage nach dem 3:2 gegen Ingolstadt wollen die Kölner heute die Adler überraschen. Morgen (19.30 Uhr) tritt Augsburg zum ersten von maximal sieben bayrischen Duellen beim Titelverteidiger aus München an.

Die Kölner sind durchaus froh, dass sie ohne längere Verschnaufpause im Spielrhythmus bleiben. „Diese Mannschaft muss etwas Spezielles haben“, betonte Adler-Trainer Gross im Gespräch mit dieser Zeitung. Dass die Kölner als erstes Team seit Frankfurt 2008 einen 1:3-Rückstand nach Siegen in der Serie noch aufholten, hat den Mannheimer Coach beeindruckt.

Unter Dan Lacroix, der im Januar Peter Draisaitl als Trainer abgelöst hatte, hat sich der achtmalige Meister gesteigert und eine in Köln lange nicht gekannte mannschaftliche Geschlossenheit entwickelt. Seit 2002 sehnen sich die Kölner schon nach einem Titel. Vier Siege über die Adler müssten für die Titelchance her. Allerdings weiß auch Nationalverteidiger Müller, dass der Titelfavorit eine „Extraklasse“ hat. Hinzu haben die Kölner Verletzungssorgen durch die Ausfälle von Sebastian Uvira und Alexander Oblinger in den Play-offs noch zugenommen.

Der Hauptrunden-Dritte Augsburg hat mit der besten Vorrunde der Vereinsgeschichte Respekt gewonnen. Erstmals seit neun Jahren stehen die bayrischen Schwaben wieder im Halbfinale, damals endete ihr Lauf erst im Finale gegen die Hannover Scorpions. „München ist eine Spitzenmannschaft. Aber: Wir wissen, wie wir spielen müssen, um zu gewinnen“, sagte Augsburgs Trainer Mike Stewart.

Ullmann-Ausfall kompensiert

Sein Team bewies beim 2:1 gegen Düsseldorf am Sonntag, dass sie den dramatischen Ausfall des langjährigen Adler-Stürmers Christoph Ullmann gut weggesteckt hat. Der frühere Nationalspieler musste am Freitag vom DEG-Teamarzt vor dem Ersticken gerettet werden. „Sie spielen ähnliches Eishockey wie wir, sie greifen früh an“, sagte Stürmer Thomas Holzmann vor dem Duell mit seinem Ex-Club. „Es wird viele Torchancen geben, deshalb erwarte ich eine attraktive Paarung.“ cr/dpa

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