Sport

Olympia Anti-Doping-Agentur hat mit EM-Strafe gerechnet

Nada steht vor Rätsel

Berlin.Die Nationale Anti-Doping-Agentur zeigt sich verwundert darüber, dass die Fußball-Europameisterschaft 2020 nicht von möglichen Sanktionen gegen den russischen Sport betroffen sein soll. „Es hat uns überrascht, dass in so einer frühen Phase Dinge ausgeschlossen werden“, sagte Nada-Vorstand Lars Mortsiefer. „Ich bin da sehr skeptisch. Ich erkenne das aus der Definition nicht. Aber wenn die Wada das ausschließt, okay.“

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte am Vortag mitgeteilt, dass etwaige Sanktionen gegen den russischen Sport keine Auswirkungen auf die geplanten Spiele im kommenden Jahr in St. Petersburg hätten, weil eine Europameisterschaft für die Uefa „ein regionales/kontinentales Sportereignis“ sei. Die unabhängige Prüfkommission CRC hatte am Montag der Wada-Exekutive harte Sanktionen gegen Russland wegen angeblicher Manipulationen von Doping-Labordaten empfohlen, dazu zählt auch die Ausrichtung von internationalen Großveranstaltungen in den kommenden vier Jahren.

Über diese Empfehlungen soll am 9. Dezember in Paris beraten und entschieden werden. Nur ausgewählte russische Sportler sollen laut CRC bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio und den Winterspielen 2022 in Peking als neutrale Athleten ohne Nationalflagge starten dürfen. dpa

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