Sport

Basketball Gericht schlägt Vergleich für Saibou vor

Noch keine Einigung

Archivartikel

Bonn.Im Rechtsstreit zwischen dem Basketball-Bundesligisten Telekom Baskets Bonn und Profi Joshiko Saibou hat das Arbeitsgericht Bonn eine Beratungsfrist von einer Woche über ein Vergleichsangebot festgelegt. Das war das Ergebnis eines Kammertermins am Mittwoch. Die Vorsitzende Richterin hat beiden Parteien vorgeschlagen, das bis zum 30. Juni 2021 laufende Arbeitsverhältnis gegen die Zahlung von neun Monatsgehältern aufzulösen. Sollten beide Parteien innerhalb einer Woche keine Einigung zu diesem Angebot finden, ist für den 25. November (14.30 Uhr) ein Verkündigungstermin festgehalten worden.

An diesem Tag kann ein Urteil bekanntgegeben oder ein neuer Termin festgelegt werden. Beide Seiten können darüber hinaus für die Beratungen über das Vergleichsangebot eine Verlängerung der Frist von einer Woche beantragen.

Auf einem Gütetermin am 26. August dieses Jahres hatte Bundesligist Bonn ursprünglich als Vergleich vier Monatsgehälter angeboten, was die Saibou-Anwälte abgelehnt hatten.

Die Baskets hatten den 30 Jahre alten Saibou, der am Mittwoch in Begleitung seiner beiden Anwälte anwesend war, wegen „Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler“ fristlos gekündigt, nachdem dieser an einer Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Berlin teilgenommen hatte. Saibou bezeichnete die Kündigung als „Schlag ins Gesicht der Meinungsfreiheit“ und reichte Klage ein. Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich hatte unter anderem darauf verwiesen, dass „die anderen Clubs sich auf uns verlassen können müssen, dass das Infektionsschutzgesetz beachtet und die Hygieneregeln eingehalten werden. Wenn wir das nicht schaffen, gefährdet das nicht nur unsere, sondern die Existenzgrundlage aller Vereine der BBL.“ 

Zum Thema