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Tennis Japanerin bestätigt ihre Rolle beim US-Open-Sieg

Osaka gehört die Zukunft

New York.Ihre politischen Botschaften reichen weit über die Tenniswelt hinaus. Mit dem zweiten US-Open-Triumph und dem dritten Grand-Slam-Pokal ihrer noch immer jungen Karriere hat die 22 Jahre alte Naomi Osaka ihren Platz im Olymp ihrer Sportart gefestigt. Sie wird in der neuen Weltrangliste auf Platz drei klettern und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch mehrere der ganz großen Turniere gewinnen. Und natürlich hat sie mit dem Sieg gegen Victoria Asarenka aus Belarus nach zwischenzeitlichem 1:6, 0:2 auch wieder einen Beitrag für die Historienschreiber des Damen-Tennis geleistet.

Als erste Spielerin seit der Spanierin Arantxa Sanchez-Vicario 1994 hat die Frau aus Osaka beim 1:6, 6:3, 6:3 ein US-Open-Endspiel nach verlorenem ersten Satz gedreht. Wer die vergangenen Wochen in der Tennis-Blase in New York verfolgt hat, kommt um die Erkenntnis nicht umhin: Naomi Osaka wird nicht nur das Damen-Tennis der kommenden Jahre sportlich prägen. Nein, sie hat sich als wohl kraftvollste und meinungsstärkste Stimme im Tennis-Zirkus positioniert.

„Ich wollte, dass die Leute anfangen, darüber zu reden“, sagte Osaka über ihre Aktionen und Auftritte im Kampf gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA. Beim Turnier in New York wollte sie nicht zu ihrem Halbfinale antreten und folgte damit dem Vorbild der Basketball-Profis der Milwaukee Bucks. 

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